Gora und Zenit sind die Favoriten

BZ 05.01.2016
In der zweiten Gruppenphase des Eurocups treffen die MHP Riesen Ludwigsburg auf Polens Doublesieger Stelmet Zielona Góra, Zenit St. Petersburg und Umana Reyer Venedig. Die drei Gegner im Kurzporträt.

Der polnische Vertreter und Auftaktgegner Stelmet Zielona Góra stößt aus der Euroleague in den Eurocup-Wettbewerb. Góra hat sich in Polen als eine Macht etabliert. In der vergangenen Saison holte Stelmet das Double, also die Meisterschaft und den Pokal. Auch im Europapokal ist Stelmet Zielona in den vergangenen Jahren ein Stammgast in der Euroleague und im Eurocup gewesen.

Coach Saso Filipovski, ein guter Bekannter des Ludwigsburger Trainers John Patrick, kann eine stark besetzte Mannschaft ins Rennen um den Eurocup schicken. Der flinke Spielmacher Dee Bost markierte in der Euroleague 8,4 Punkte und 3,5 Assists pro Spiel. Topscorer einer ausgeglichenen Mannschaft war der junge Flügel Mateusz Ponitka mit zwölf Zählern. Zahlreiche polnische Nationalspieler wie Lukasz Koszarek und Routiniers wie Szymon Szewczyk bilden einen gleichermaßen kampfstarken wie abgezockten Mannschaftsstamm.

Góra schloss die Euroleague mit zwei Siegen und acht Niederlagen ab. Die beiden Erfolge über Panathinaikos Athen und Lok Kuban zeigten aber, wie stark die Polen einzuschätzen sind. In der Eurocup Last-32-Gruppe L dürften sie gemeinsam mit Zenit St. Petersburg den Favoritenstatus inne haben.

Der russische Spitzenverein Zenit St. Petersburg schloss die Eurocup-Hauptrunde als Erster der Gruppe E ab - mit 8:2 Siegen. Angeführt wird Zenit von Ryan Toolson. 19,3 Punkte liefert der US-Guard pro Partie für sein Team ab. Ein in Deutschland bekannter Name ist auf der Trainerbank zu finden: Vasily Karasev, als Spieler 1997 bis 1998 bei Alba Berlin aktiv, ist der Coach von St. Petersburgs. Zenit ist zwar ein traditioneller Klub, der aus dem Fußball bekannt ist. Im Basketball existiert der Verein in dieser Form jedoch erst seit 2014. Zenit ist der Nachfolger von Triumph Lyubertsy aus Moskau. Dieses Team zog aus Moskau nach St. Petersburg. Dort war nach der Auflösung von Spartak St. Petersburg ohnehin ein Platz für eine neue Basketball-Mannschaft frei.

Der dritte Last-32-Gegner der Ludwigsburger hört auf den klangvollen Namen Umana Reyer Venedig. Die Venezianer schafften in der Gruppe C (mit Ratiopharm Ulm) den Sprung auf den vierten Platz - mit einer Bilanz von 4:6 Siegen. Auf der Trainerbank ist mit Carlo Recalcati ein renommierter Coach zu finden, der lange Jahre die italienische Nationalmannschaft trainiert hat und mit dem Team Silber bei den Olympischen Spielen 2004 gewann.