Traditionell wird vom Aschermittwoch bis Ostern gefastet. In diesem Jahr also vom 6. März bis zum 18. April. Immer beliebter wird das Heilfasten - der Verzicht auf feste Nahrung. Aber warum fasten wir und worauf müssen wir achten? Alles Rund um das Thema Heilfasten erfahrt ihr hier:

Die traditionelle Fastenzeit:

Traditionell entstammt die Fastenzeit, zwischen Aschermittwoch und Ostern, dem Christentum. In diesem Zeitraum ist es Gläubigen untersagt jeweils am Mittwoch und am Freitag Fleisch zu essen. Der Grund dafür: an einem Mittwoch wurde Jesus verraten und an einem Freitag gekreuzigt. Durch den Verzicht, soll man sich an den Leidensweg Jesu erinnern. Demnach dient die Fastenzeit der Besinnung. Insgesamt soll die Nahrungsaufnahme in diesem Zeitraum beschränkt werden. Lediglich eine Hauptmahlzeit und zwei Zwischenmahlzeiten sind gestattet. Am Aschermittwoch und Karfreitag darf nur eine Hauptmahlzeit verzehrt werden.

Fasten liegt im Trend:

Heute fasten viele Menschen nicht mehr aus religiösen Gründen, sondern weil Fasten voll im Trend liegt. Die Reinigung von Körper und Geist, geschärfte Sinne, straffere Haut und gesünderes Haar stehen dabei im Fokus. Besonders beliebt ist das Heilfasten. Diese Art des Fastens ist aber lediglich für einen beschränkten Zeitraum geeignet. Falsches Heilfasten ist nicht nur ungesund, sondern kann auch gefährlich für die Gesundheit sein:

Von Aschermittwoch bis Ostern Fasten: Das musst du wissen

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Was ist Heilfasten?

Unter Heilfasten versteht man den freiwilligen Verzicht auf feste Nahrungsmittel, für einen bestimmten Zeitraum. Zusätzlich wird meist auf Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol und Nikotin verzichtet. Der Fasten-Zeitraum beschränkt sich auf ein- bis zwei Wochen.

Wann ist Heilfasten gefährlich?

Beim Heilfasten werden dem Körper lebenswichtige Nährstoffe, Vitamine und Minerale entzogen. Um nicht unterversorgt zu sein, greift der Körper dann auf Stoffe zurück, die bereits im Körper vorhanden sind. Meist lagern diese Stoffe in der Muskelmasse, weshalb Muskelabbau während der Fastenzeit nichts ungewöhnliches ist. Gefährlich wird dieser Abbau, wenn der Herzmuskel davon betroffen ist.

Durch Mängel können Krankheitsbilder wie Herzrhythmusstörungen, Gicht, Gallen- oder Nierensteine entstehen. Die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit und eine angebrachte Vorbereitung auf die Fastenkur verringern das Risiko solcher Gefahren. Auch Kopfschmerzen, Koliken und Kreislaufprobleme sind häufig Begleiter einer Fastenkur. Fastende sollten während der Fastenzeit von körperlicher Anstrengung absehen. Außerdem sollte das Vorhaben zum Heilfasten beim Hausarzt abgeklärt werden.

Gefahr durch Fasten

Heilfasten ist häufig vor allem dann gefährlich, wenn die Motivation zum Fasten eine Diät ist. Der schnelle Gewichtsverlust während der Fasten-Kur mag verlockend klingen, jedoch verliert man dabei kaum an Fett, sondern hauptsächlich an Wasser und Muskelmasse. Ist die Fastenkur beendet pendelt sich die Wasser- und Muskelmasse wieder ein und der Jojo-Effekt macht sich bemerkbar.

Achtung: Diese Menschen sollten nicht fasten

Für bestimmte Menschen ist die Null-Diät nicht, oder nur unter ärztlicher Aufsicht, zu empfehlen. Wer erkältet ist oder unter einer Immunerkrankung leidet, sollt vom Fasten absehen. Auch Krebskranke, Menschen mit Essstörung oder Depressionen, sollten nicht fasten. Kinder, Schwangere und Stillende wird ebenfalls vom Heilfasten abgeraten, da sie nicht auf Mineralien und Vitamine verzichten sollten.

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