Schwere Beine – das hilft!

Wohltuende Abkühlung und Entlastung für die Gefäße: ein Fußbad.
Wohltuende Abkühlung und Entlastung für die Gefäße: ein Fußbad. © Foto: Patrizia Tilly (67834327)
MARIE-LOUISE ABELE 01.03.2016
Schwere Beine, geschwollene Knöchel – wer viel sitzt kennt die typischen Symptome von Venenleiden. Krampfadern und Thrombosen können die Folge sein.
Abends müde Beine und dicke Knöchel – das weist auf schwache Venen hin. Wer viel sitzt und sich wenig bewegt, kann ein Lied davon singen. Aber auch Übergewicht, Rauchen und Hormontherapien sind Auslöser. Besenreiser oder Krampfadern zeichnen sich ab, typisch für eine Venenschwäche oder medizinisch: Veneninsuffizienz. Die Venenklappen schließen nicht mehr richtig und das Blut fließt nicht gut ab. So staut es sich immer mehr in den Beinen und die Haut wird schlechter mit Nährstoffen versorgt.

Den Beinen wieder auf die Beine helfen

Hunderttausende sind allein in Deutschland von einer chronischen Venenerkrankung betroffen. Vor allem Frauen leiden darunter, sorgt doch das weibliche Hormon Östrogen für eine Schwächung der Gewebe. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, könnte es gefährlich werden: Thrombosen können zu Blutgerinnseln in der Lunge (Embolie) führen. Daher sollte bei Verdacht auf eine Erkrankung stets ein Arzt aufgesucht werden.
Doch wie lassen sich schwere Beine wieder munter machen, damit es gar nicht erst zu ernst zu nehmenden Stauungen kommen kann? Vor allem wirkt viel Bewegung  vorbeugend. Nordic Walking, strammes Spaziergehen oder auch Radfahren sind gute Sportarten für eine perfekt funktionierende Venenarbeit, aber auch alltägliche Bewegungseinheiten wie Treppenlaufen, Bücken in Kniebeugen und der kurze Sprint zum Bus. Hinzu kommt die richtige Haltung beim Stehen und Sitzen, besonders das Überschlagen der Beine oder das lange Sitzen bei einer Autofahrt stört den Blutfluss maßgeblich. Optimal sind hier Dehn- und Streckübungen, das Tragen von unterstützenden Stützstrümpfen, aber auch das gemütliche „Beinehochlegen“ auf dem Sofa. Die Experten-Faustregel: lieber laufen und liegen statt sitzen und stehen. Fit machen auch Wechselduschen, Kaltwassergüsse und Kneipp-Anwendungen. Sie verbessern die Widerstandsfähigkeit und Spannkraft der Gefäße.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle

Nicht vernachlässigen sollte man ebenfalls die richtige, gesunde Ernährung. Wer viel Wasser, Kräutertee oder andere ungesüßte Getränke trinkt – bestenfalls mindestens zwei Liter am Tag –, hilft dem Körper bereits von Grund auf, Stoffe, Mineralien und Blut im optimalen Fluss zu halten. Auf Alkohol und Kaffee sollte allerdings weitgehend verzichtet werden. Ballaststoffe aktivieren den Darm und damit den gesamten Stoffwechsel, vor allem Gemüse liefert wertvolle Nährstoffe, ebenso Obst und Vollkornprodukte. Richtige Stoffwechselmotoren, die alles einmal ordentlich auf Trab bringen, sind scharfe Kräuter wie Ingwer, Chili und Pfeffer. Den Abschluss vor dem Schlafengehen machen Massagen mit speziellen Venencremes oder kühlenden Gelen, die unter anderem Extrakte von Rosskastanien enthalten.