Mehr Bewegung im Alltag

Wer seinem Rücken etwas Gutes tun will, kann das zum Beispiel mit gezieltem Training tun.
Wer seinem Rücken etwas Gutes tun will, kann das zum Beispiel mit gezieltem Training tun. © Foto: Honorarfrei (72354307)
Diane Berger 01.03.2016
Fast 90 Prozent aller ­Rückenbeschwerden sind auf zu wenig körperliche Bewegung zurück­zuführen. Abhilfe zu schaffen, ist also eigentlich ganz einfach.
Frauen gehen am Tag durchschnittlich nur 400 Meter zu Fuß. Männer unterbieten das noch – mit nur rund 250 Metern pro Tag. Fachleute schlagen Alarm, da das deutlich zu wenig für einen gesunden Körper ist.  Für Kreuzschmerzen gibt es zwar viele Ursachen: Bewegungsmangel und Stress im Beruf sind allerdings die häufigsten Auslöser für die Beschwerden, unter denen rund 40 Prozent der Bevölkerung leiden.

Rückenschmerz kann viele Auslöser haben

Am 15. März findet bereits zum 15. Mal der „Tag der Rückengesundheit“ in Deutschland statt. Der diesjährige Aktionstag läuft unter dem Motto „Ergodynamik – Bringen Sie Ihren Alltag in Bewegung!“. Ergodynamik verbindet Ergonomie und Dynamik. Dabei steht Ergonomie für die gesunde Gestaltung von Arbeitsplätzen und Dynamik für die Förderung von Bewegung. Ziel der Kampagne ist es, das eigene Leben aktiv zu gestalten, auf ein bewegtes ergonomisches Arbeits- und Freizeitumfeld zu achten und monotone Körperhaltungen zu vermeiden.
Denn neben der Überanstrengung durch einseitige körperliche Arbeit belasten ungünstige Arbeitsplatzverhältnisse die Wirbelsäule. Stundenlanges Starren auf den Bildschirm, langes Sitzen in immer gleicher Körperhaltung – all das beansprucht das Kreuz. Bei Bürotätigkeiten kann bereits ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz helfen. In vielen Fällen führt die individuelle Einstellung der Büromöbel zu einer spürbaren Entlastung. Und für die Dynamik verzichtet man auf Aufzüge und nutzt Treppen und geht lieber zum Kollegen nach nebenan, anstatt ihn anzurufen. Durch eine veränderte Körperhaltung kommt das System aus Muskeln, Gelenken, Sehnen und Bändern im Rücken wieder ins Gleichgewicht.

Vorbeugen im Alltag ist gar nicht so schwer

Zur Vorbeugung sollte man auch auf ein „rückengerechtes“ Verhalten im Alltag achten. Sogenannte Rückenschulen vermitteln in Kursen und Büchern das richtige Heben von Lasten und zeigen sinnvolle gymnastische Übungen für die Stärkung der Muskulatur rund um den Rücken. Die Wirbelsäule wird dadurch entlastet, gleichzeitig aber gestützt und gestärkt. Wer bereits unter Beschwerden leidet, kann so, ganz ohne Medikamente, einen wertvollen Eigenanteil zur Genesung beitragen.
Auf seinen Rücken zu achten – natürlich nicht nur am 15. März – kann einem das Leben also sehr viel einfacher und schmerzfreier machen.


Info:
Den Rücken in den Vordergrund stellen
Der „Tag der Rückengesundheit“ wurde im Jahr 2002 durch das Forum „Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz“ eingeführt. Mittlerweile hat der „Bundesverband deutscher Rückenschulen“ die Schirmherrschaft übernommen und veranstaltet jährlich am 15. März einen Aktionstag zur akuten Prävention von Rückenbeschwerden.

Sich regen bringt Segen
Jeder Haltungswechsel, jede Bewegung beim Sitzen fördert den Stoffwechsel der Bandscheiben und beugt Abnutzungserscheinungen vor. Auch Räkeln, Strecken und häufiges Aufstehen zwischendurch gehört daher zum gesunden Sitzen.
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