Urlaubsapotheke Medikamente, die mit auf Reisen gehen

Die Reiseapotheke gehört wohl überlegt gepackt.
Die Reiseapotheke gehört wohl überlegt gepackt. © Foto: Symbolbild
Ulm / Iris Humpenöder 16.05.2018
Wer in den Urlaub fährt oder fliegt, sollte das nicht ohne Medikamente tun: Was gehört in die Reiseapotheke?

Ob zum Zelten an die Adria oder ins Fünf-Sterne-Hotel auf die Seychellen: Es sollen die schönsten Wochen des Jahres werden. Damit das klappt, ist Gesundheit eine wichtige Voraussetzung und dafür wiederum eine sinnvoll zusammengestellte Reiseapotheke.

Zunächst empfiehlt es sich, die Hausapotheke auf den neuesten Stand zu bringen, abgelaufene Medikamente zu entsorgen und jene, die für die geplante Reise brauchbar sind, in eine kleine, gegen Hitze und eventuell auch Nässe isolierte Tasche zu packen. Apotheken bieten zwar fertige Reiseapotheken-Sets an, Verbraucherschützer raten davon aber eher ab – zu unspezifisch, zu teuer. Besser: die Reiseapotheke individuell zusammenstellen.

Gute Planung ist die halbe Miete

Dafür sollte man sich fragen: Zu welcher Jahreszeit geht es an welches Ziel? Treibe ich im Urlaub Sport? Welche Wehwehchen stellen sich bei mir häufiger mal ein? Wer eine Trekkingtour vorhat, sollte an Blasenpflaster denken, wer exotische Länder bereist, an Wasserentkeimungstabletten. Dem einen wird es auf der Fährüberfahrt schnell übel, der andere reagiert allergisch auf Insektenstiche.

Am besten, man macht sich eine Liste mit jenen Medikamenten, die man ohnehin regelmäßig einnehmen muss und solchen, die man für sein spezielles Reiseziel für sinnvoll hält. Dazu kann man auch den Hausarzt oder Apotheker befragen.

Attest für Spritzen

Ohnehin kann ein rechtzeitiger Arztbesuch vor Reiseantritt sinnvoll sein, um etwa den Impfschutz überprüfen oder sich ein Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente ausstellen zu lassen. Wenn Spritzen im Flieger mitgeführt werden müssen, kann es sein, dass dafür ein ärztliches Attest nötig ist.

Dringend benötigte Medikamente gehören ins Handgepäck, falls der Koffer verloren geht. Reisemediziner empfehlen, den Urlaubsvorrat dafür großzügig zu bemessen – 50 Prozent mehr als normalerweise benötigt.

Für die ganz normale Reiseapotheke gilt: Am häufigsten trüben Magen-Darm-Probleme, Erkältungen und Sonnenbrände die Urlaubsfreude. Deshalb gehören Arzneien gegen Schmerzen, Fieber, Durchfall, Verstopfung und Erkältung ins Gepäck.

Zur Grundausstattung der Reiseapotheke gehören: Einmalhandschuhe, Pinzette, Schere, Wunddesinfektionsmittel, Pflaster, Kompressen, elastische Binde und Fieberthermometer.

Info

Tipps zum Zusammenstellen der Reiseapotheke (auch speziell für den Urlaub mit Kindern) gibt das Centrum für Reisemedizin unter www.crm.de