Schuppenflechte Ein Scanner blickt unter die Haut

Blickt unter die Haut: ein Gewebescanner.
Blickt unter die Haut: ein Gewebescanner. © Foto: Helmholtz Zentrum München
München / ih 24.06.2017

Ein Gewebescanner blickt unter die Haut von Patienten mit Schuppenflechte – dadurch lassen sich wichtige Informationen erfassen, etwa die Struktur der Hautschichten und Blutgefäße. Forscher des Helmholtz Zentrums und der Technischen Uni München haben die Technologie entwickelt.

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine entzündliche, stark schuppende Hautkrankheit. Ihre Behandlung wird je nach Schweregrad und Einbeziehung möglicher Organe abgestuft. Hier kann die neue Technik bei der Entscheidungsfindung helfen – ohne einen Eingriff. Bisher war das nur durch eine Biopsie möglich, bei der Teile der Haut herausgeschnitten werden, um sie unter dem Mikroskop zu begutachten.

Mit Laserpuls angeregt

„Die Struktur der Haut und der Gefäße können im Vorfeld einer Behandlung wichtige Informationen bringen“, erklärt Dr. Juan Aguirre, Arbeitsgruppenleiter am Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung am Helmholtz Zentrum. Um diese nutzbar zu machen, haben Aguirre und sein Team eine neue Technik entwickelt, die unter die Haut geht. Sie trägt den Namen RSOM (raster-scan optoacoustic mesoscopyund) und funktioniert so: Das zu untersuchende Gewebe wird mit einem schwachen Laserpuls angeregt, nimmt die Energie auf und erwärmt sich minimal. Das führt dazu, dass sich das Gewebe kurzzeitig ausdehnt und Ultraschallwellen erzeugt. Diese Signale messen die Wissenschaftler und berechnen daraus ein hochaufgelöstes Bild.