DIANA BERGER  Uhr
Mehr als die Hälfte aller Deutschen leidet an Sehfehlern. Eine Fehlsichtigkeit lässt sich durch Lasern korrigieren.
Das Sehen ist der bedeutsamste Sinn, über den der Mensch verfügt. Mit keinem anderen Sinnesorgan können annähernd so viel Information in so kurzer Zeit aufgenommen werden. Man schätzt, dass 70 Prozent aller für den Menschen wichtigen Informationen durch das Sehsystem in das Gehirn transportiert werden. Umso wichtiger ist es, diesen Sinn zu schützen oder wiederherzustellen.

Beim Augenlasern handelt es sich um ein Operationsverfahren, mit dem die Brechkraft eines fehlsichtigen Auges so korrigiert wird, dass man anschließend wieder scharf sehen kann – ohne Brille oder Kontaktlinsen. Es gibt verschiedene Operationsverfahren, die man nach gestellter Diagnose mit dem behandelnden Augenarzt abstimmt. Augenlasern ist einfach, schnell, sicher und dabei nahezu schmerzfrei, so dass man praktisch sofort im Anschluss – ohne lange Wundheilung – wieder gut sehen kann. Auch Erkrankungen der Hornhaut oder der Netzhaut kann der Arzt mit dem Laser erfolgreich behandeln.

Egal ob Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung: Grundsätzlich kann sich fast jeder die Augen lasern lassen, der an einer Sehschwäche leidet.

Keine Schmerzen, keine Narkose, keine komplizierte Wundheilung – klingt nach einer Option für alle Brillen- und Kontaktlinsenträger, oder? Nicht ganz. Denn nicht jeder Patient eignet sich für diese Behandlung. Eine umfassende Voruntersuchung entscheidet darüber, ob der Patient operationstauglich ist oder eben nicht. Bei Kurzsichtigkeit zum Beispiel lässt sich nur bis zu minus acht Dioptrien eine Korrektur vornehmen. Die Hornhaut muss dick genug sein und es darf kein krankhafter Augenbefund vorliegen. Weitere Gründe wie zum Beispiel die Stabilität der Fehlsichtigkeit, Allgemeinkrankheiten wie Rheuma und das Vorkommen von Allergien müssen abgeklärt werden.

Nebenwirkungen verschwinden bald wieder  

Je nach Operationsverfahren kostet die circa zehnminütige Laser-Behandlung pro Auge in der Regel rund 1500 bis 2000 Euro. Mögliche und im Normalfall nur vorübergehende Beschwerden nach einer Operation sind das sogenannte Fremdkörpergefühl beim Zwinkern, trockene Augen und Blendeffekte in der Nacht. Meist verschwinden diese unerwünschten Begleiterscheinungen aber nach wenigen Tagen oder Wochen von alleine. Eine Garantie für dauerhafte Besserung gibt es nicht.


Information
Kostenübernahme durch Krankenkassen In den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen ist die Übernahme der Kosten für eine Augenlaseroperation nicht enthalten. Bei einigen privaten Krankenkassen ist die Möglichkeit vorhanden, sich einen Teil der Kosten zurückerstatten zu lassen. Die Kosten für eine Linsenimplantation werden oftmals nur von Krankenkassen übernommen, wenn der Eingriff medizinisch als unbedingt notwendig eingestuft wird.

Wunderwerk der Natur Das menschliche Auge wiegt knapp acht Gramm und bewegt sich durch seine sechs Muskeln in die verschiedenen Richtungen. Der Sehnerv, der die Bildinformationen blitzschnell an das Gehirn weiter leitet, ist rund 25 Millimeter lang und hat dabei  über eine Million
Fasern.