Transplantation Arzt der Uniklinik Essen in U-Haft: Tödliche OPs

Unnötige Operationen? Ein Arzt aus Nordrhein-Westfalen sitzt jetzt in U-Haft.
Unnötige Operationen? Ein Arzt aus Nordrhein-Westfalen sitzt jetzt in U-Haft. © Foto: Soeren Stache/dpa
Ulm / AB 05.09.2018

Am Dienstagmorgen (4. September) wurde der leitende Direktor der Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Universitätsklinik Essen dem Haftrichter vorgeführt. Der Arzt soll medizinisch nicht notwendige Lebertransplantationen vorgenommen haben.

Mehrere nicht erforderliche Eingriffe

Im Zeitraum von 2012 bis 2015 sollen sechs nicht erforderliche Lebertransplantationen durchgeführt worden sein. Laut der Essener Oberstaatsanwältin Anette Milk hatte der Arzt im Jahr 2014 eine Operation durchgeführt, „die zum Tod des Patienten geführt haben soll“. Weiter sagt sie: „Der Patient könnte möglicherweise noch leben“, so berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

Unstimmigkeiten bei Kontrollen

Im Rahmen von Kontrollen im Jahr 2017 waren Unstimmigkeiten bei Lebertransplantationen aufgefallen.

Dies führte zu Ermittlungen und nun zur Festnahme des 61-Jährigen. Man habe einen Haftbefehl wegen „Totschlags in einem Fall und gefährlicher Körperverletzung in fünf Fällen“ erwirkt.

Wegen „Flucht- und Verdunklungsgefahr“ verbleibt der Arzt aktuell in Untersuchungshaft. Dieser wies alle Vorwürfe zurück.

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