Interview Geocaching: Bernhard Hoecker ist draußen

„Hoëcker, Sie sind raus!“ bekommt angesichts seines Hobbys neue Bedeutung.
„Hoëcker, Sie sind raus!“ bekommt angesichts seines Hobbys neue Bedeutung. © Foto: Pressefoto
Ulm / Igor Steinle 28.03.2017

Herr Hoëcker, für einen Cache sind Sie bis nach Turkmenistan gereist. Kommt als nächstes die ISS?
Bernhard Hoecker: Dort liegt zwar ein Cache, ein Astronaut hat ihn dort versteckt. Aber da hinzukommen ist ziemlich schwierig. Und nach dem Regelwerk ist der Cache auch nicht mehr erlaubt, weil Caches für jeden ohne Genehmigung zugänglich sein müssen. Und ich glaube, die ISS ist genehmigungspflichtig.

Wie weit sind Sie schon gegangen, um an einen Cache zu kommen?
In Lost Places oder Höhlen muss man sich im Klaren sein: Da guckt keiner, ob irgendeine Tür abgesperrt oder ein Absperrband verknotet ist. Man muss bei jedem Schritt schauen, ob der Boden fest ist. Einmal habe ich ein Seil hochgeworfen, bin daran hochgeklettert und stellte dann fest, dass es sich gelöst hat und der Knoten sich nur noch in einem Winkel festgezurrt hatte. Aber richtige Gefahren versuche ich zu vermeiden.

Nervt es Sie, beim Cachen erkannt zu werden?
Ich habe Leute übers Cachen kennengelernt, mit denen ich jetzt befreundet bin und auch in Urlaub fahre. Die meisten sind total nett, aber dann gibt’s auch Leute, die nerven: Entweder weil sie die ganze Zeit an einem dranhängen. Oder weil sie überbetonen, dass sie sich völlig normal verhalten, weil ich ja ein normaler Mensch bin. Du gehst ja auch nicht zum Kassierer und sagst: Wissen Sie was, Sie sind ein normaler Mensch, ich werde Sie völlig normal behandeln.

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