Geheimtipp Koh Lanta: Traumstrände und Köstlichkeiten

Sonnenuntergang über der Traumbucht des Pimalai Resorts
Sonnenuntergang über der Traumbucht des Pimalai Resorts © Foto: Uli Eder
(mabo/spot) 29.01.2015

Eigentlich war es nicht geplant auf der Insel in der Andamanensee vor Thailand zu stranden, doch eines nach dem anderen... Im Jumbo mit Thai Airways auf dem Flug nach Bangkok: Irgendwann, als alle schlafen, komme ich mit Darunee ins Gespräch. Die hübsche Thailänderin ist nicht nur Stewardess auf diesem Flug, sondern auch ein Werbegesicht ihrer Airline. Sie fragt: "Wohin reisen Sie?" Ich antworte: "Erstmal nach Bangkok. Und dann: Phuket, Ko Samui, Kao Lak - keine Ahnung." "Wenn Sie etwas Besonderes erleben wollen," sagt Darunee, "müssen Sie unbedingt nach Koh Lanta."

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Thai-Airways-Stewardess und Tippgeberin Darunee
Foto:Thai Airways

Nach einem 70-Dollar-Inlandsflug und einem Bootstransfer mit der Hotelyacht traue ich zwei Tage später meinen Augen nicht. Wir tuckern in eine Bucht, die man schöner nicht malen kann. Es ist die Ba Kantiang Bay, die Kulisse für ein Traumresort. Pimalai heißt es, und so klischeehaft die Bedeutung "Zipfel vom Paradies" auch sein mag - hier stimmt sie. Das Stückchen Eden zieht sich auf 25 Hektar vom weißen Strand zum Regenwald hinauf, in dessen Grün sich Villen und Apartments verstecken. Dazu gesellt sich ein verblüffend schönes Spa-Dorf - Wellness im Dschungel.

"Koh Lanta ist wie Phuket vor 30 Jahren"

"Ja," sagt Franck de Lapis, "diese Insel ist etwas Besonderes. Wie Phuket vor 20 oder 30 Jahren." Damit das noch lange so bleibt, gehört das Resort zur Vereinigung von "Green Pearls", einer Organisation, die sich dem Schutz der Umwelt und derer Ressourcen verpflichtet. Nach diversen Stationen in Neu-Guinea und Australien hatte der gebürtige Franzose de Lapis Anfang der Neunziger im noch unschuldigen Phuket ein Hotel übernommen. Seit 2001 ist der 56-jährige General Manager im Pimalai, und damit auch regelmäßig Gastgeber prominenter Zeitgenossen. "Die sind immer etwa kompliziert," stellt Franck fest, und wundert sich noch heute über Bill Gates, der sich von ihm im Golfcart das Resort zeigen lassen wollte, "aber dabei die ganze Zeit in ein Buch vertieft war."

Was man im Pimalai sonst noch tut, außer zu heiraten? Am besten nichts. Es ist der schönste Ort, um zu relaxen, und es gibt keinen vernünftigen Grund, ihn zu verlassen. Außer am Abend vielleicht, um in einem der lokalen Strandrestaurants rechts und links des Resorts Essen zu gehen. Das "Same same but different" hat zum Beispiel außer einem lustigen Namen auch eine gute Karte. Und danach auf einen Absacker in die "Why not"-Bar, einer Strandkneipe, in der die Musikanten schräge Töne von sich geben, wie man sie sonst nur aus "DSDS"-Castings kennt. Aber das macht nichts, denn die mitgrölenden Gäste übertönen alles. Übrigens: Sowohl Küche, als auch Konzert sind für Thai-Verhältnisse sündhaft teuer. Weil sie wissen, dass die meisten Gäste aus dem Pimalai kommen, sind sie fast doppelt so teuer wie die Kollegen an den Stränden außerhalb der Ba Kantiang Bay.

Oase am Long Beach


Das Layana Resort am Long Beach
Foto:Layana Resort

Der Phra Ae Beach, kurz Long Beach genannt, ist ein Traumstrand. Exakt in der Mitte des drei Kilometer langen Feinsandteppichs liegt das Layana Resort - was übersetzt "Pause der Zeit" bedeutet. Das 5-Sterne-Schmuckstück mit nur 51 Zimmern und Suiten ist der Gegenentwurf zum Pimalai: Erheblich kleiner, in einem tropischen Garten der kurzen Wege gelegen, und der ideale Platz für gestresste Eltern für eine Auszeit von den Kids - nur für Erwachsene. Manager Stefan Heintze ist gebürtiger Karlsruher, aber von seinem Arbeitsplatz so begeistert, dass wir ihn gar nicht lange um seine persönlichen Top-5-Tipps für die Insel bitten mussten.

Koh Rock: "Ein unbewohnter Tauch- und Schnorcheltraum, in 40 Minuten mit dem Boot erreichbar. Ich habe dort Mantas und Delfine gesehen, es war ein unbeschreiblich schönes Erlebnis." Lanta Old Town: "Die Fahrt in die alte Hauptstadt an der Ostküste der Insel dauert nur 20 Minuten. Sehenswert sind die alten Häuser im chinesischen Stil. Und pure Abendromantik erlebt man bei toller Küche zu kleinsten Preisen in den am Meer gelegenen "Beautiful Restaurant" oder "Fresh".

"Bamboo Beach: "Dieser Strand liegt in einer kleinen Bucht im Süden der Insel. Robinson-Feeling mit kleiner Imbissbude". Ozon-Bar: "Die Backpacker-Party donnerstags muss man erlebt haben. Da ist die Hölle los." Saladan: "Einer der schönsten Nachtmärkte, die ich kenne. In aller Ruhe bummeln, niemand belästigt einen."


Wit, der freundlichste Guide auf Koh Lanta
Foto:Uli Eder

Nicht, dass wir dem Manager nicht getraut hätten, aber als uns Stefan anbot, Wit für eine Inseltour abzustellen, nahmen wir dankend an. Wit, ein Thailänder, der seit acht Jahren auf Koh Lanta lebt, ist nicht nur die Höflichkeit in Person, sondern als Verantwortlicher für die Ausflüge im Layana der perfekte Guide. Genauer gesagt, für den für den Tourismus erschlossenen Teil des Südteils, der Koh Lanta Yai heißt. Koh Lanta Noi im Norden ist rauer, wilder und weitgehend strandlos.

Ein Thailänder erklärt die Insel


Kleine Buchten mit Strandbuden aus Treibholz
Foto:Uli Eder

Koh Lanta Yai, nur 30 Kilometer lang und im Durchschnitt 6 Kilometer breit, lässt sich an einem Tag leicht entdecken - mit Wit. Er zeigte uns Inselperlen wie Klang Nin Village, den Ort der besten Beachpartys, weil dort junge Leute für umgerechnet zehn Euro in Apartments direkt am Strand übernachten können. Nahm mit uns auf dem Weg in den Süden einen Drink im Diamond Cliff, einer Holzbar mit Strohdach, traumhaft auf einer kleinen Klippe über einem Ministrand gelegen. Und er erklärte uns am Beispiel des Ya-Nuy-Beach, dass Einheimische an solchen Stränden aus Treibholz kleine Snackbars zimmern, die jedes Jahr neu aufgebaut werden müssen, weil sie die Regenzeit und kleinere Stürme nicht überleben.


Feinste thailändische Straßenküche: Nachtmarkt in Saladan
Foto:Uli Eder

Natürlich zeigte Wit uns auch den Nationalpark, in dem die King Cobra Chef im Dschungel ist. Dort gibt es auch Elefanten, auf denen Touristen gerne reiten. Logisch, dass wir viel über die Entdeckung von Koh Lanta erfuhren, und über die Sorgen der Insulaner, weil in der Hauptsaison diesen Jahres fast um die Hälfte weniger Touristen kamen als im Jahr zuvor. Aber das soll auch gar nicht erzählt werden, steht ja ohnehin in jedem halbwegs ordentlichen Reiseführer.

Überhaupt hat diese Geschichte schon viel zu viel verraten. In Anbetracht der Tatsache, dass diese Reise nicht geplant war und ich eigentlich kein Verräter sein wollte: Schluss jetzt! Fahren Sie einfach hin.

Tipps zur Anreise: Bis Bangkok mit Thai Airways ab zirka 700 Euro, von Bangkok nach Krabi mit Thai Smile ab zirka 70 Euro. Hotels auf Koh Lanta: Pimalai Resort und Spa, Doppelzimmer ab zirka 200 Euro, Layana Resort und Spa, Doppelzimmer ab zirka 170 Euro. Restaurants: Noon, Same Same But Different, Red Snapper, Black Pearl, Beautiful Restaurant, Fresh.