Amstetten / Von Thomas Friedrich  Uhr
Die afrikanischen Spieler des SV Amstetten erleben Rassismus fast alltäglich. Die Äußerungen von Schalke-Boss Clemens Tönnies passen ins Bild.

Ruhe zu bewahren gehört in manchen Situationen zu den fast übermenschlichen Herausforderungen. Als Afrikaner in Deutschland hat man sie zu meistern. Die unsäglichen Äußerungen von Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies haben bei den Fußballern des SV Amstetten nur Wut und Kopfschütteln bewirkt.

Tönnies „hat keinen Respekt“

Für die Spieler, von denen acht afrikanischer Herkunft sind, klingen solche Töne fast schon vertraut. Rassistische Beleidigungen bekommen sie im Alltag häufig zu hören. Dass aber einem hochkarätigen Fußball-Funktionär solche Sprüche über die Lippen kommen, dafür fehlt jedes Verständnis. „So was kann ich nicht akzeptieren“, sagt Joseph Maxime Bayemi. Tönnies könne nicht im Amt bleiben, weil er „keinen Respekt vor anderen Menschen“ habe.

Meinungen auf dem Niveau von Bildzeitungslesern

Im Mannschaftskreis haben die Amstetter aber nicht sonderlich intensiv über Tönnies diskutiert, da sind die afrikanischen Spieler ganz andere verbale Entgleisungen gewohnt. Auf der Alb, sagt Spielleiter Stephan Laufer, bekommen die Amstetter gelegentlich Meinungen auf dem Niveau von „Bildzeitungslesern“ zu hören. Da werden die „Scheiß Afrikaner“ schon mal zum „Bananen pflücken“ aufgefordert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie morgen, 14. August, in der GEISLINGER ZEITUNG