Region Fußball-Analyse: Klassenerhalt von drei Bezirksligisten ist stark gefährdet

Der SV Tüngental (grün), hier beim 1:2 gegen Aufsteiger SV Dimbach, ist in der Kreisliga A2 oft nur zweiter Sieger. Dem Team von Trainer Ralf Schöpflin gelang bisher nur ein Saisonsieg.
Der SV Tüngental (grün), hier beim 1:2 gegen Aufsteiger SV Dimbach, ist in der Kreisliga A2 oft nur zweiter Sieger. Dem Team von Trainer Ralf Schöpflin gelang bisher nur ein Saisonsieg. © Foto: Achim Köpf
Region / GUIDO SEYERLE 04.11.2015
Die Hinrunde ist bald vorüber, die Hälfte zittert. In der Bezirksliga sind Michelfeld, Obersontheim und Braunsbach abstiegsbedroht. Das hat unterschiedliche Gründe.

13 Vereine aus der Region spielen in der Bezirksliga und den A-Kreisligen. Doch fast die Hälfte zittert um den Klassenverbleib. Für Untermünkheim II ist der Aufstieg bereits in die Ferne gerückt. Die Lage der Teams im Einzelnen:

Bezirksliga

Braunsbach ist Tabellenletzter, hat mit 14:33 das schlechteste Torverhältnis und die meisten Niederlagen (neun) eingefahren. Trotzdem bleibt Vorstand Heiko Dietrich verhalten optimistisch: "Die Mannschaft hat in der Rückrunde der Vorsaison gezeigt, dass sie Potential hat." Damals rettete sich der TSV dank 25 Punkten in der zweiten Saisonhälfte. Allerdings hat Braunsbach großes Pech mit Torwart-Verletzungen, und der Kader ist etwas schlechter besetzt als in der Vorsaison. "Vor allem im für uns wichtigen Monat Oktober mit Spielen gegen vermeintlich leichtere Gegner wie Weikersheim, Michelfeld, Dünsbach und Niedernhall konnten wir nicht die erwarteten Punkte einfahren", fasst Dietrich zusammen. Es wird schwer für den Aufsteiger der vergangenen Saison . . .

Auch Obersontheim macht eine schwierige Saison durch und steht auf dem Abstiegs-Relegationsplatz 13. Das Wechseltheater in der Vorbereitung wirkt noch nach. Trainer Marc Elser und Torwart Michael Schäfer entschwanden Ende August noch zum TSV Eutendorf. "Vor allem bei Auswärtsspielen ist es personell sehr eng", sagt Interims-Trainer Marc Schwerin. Denn auswärts stehen ihm und seinem Co-Trainer Klaus Sprügel oft nur zwei Wechselspieler zur Verfügung, da die Spielerdecke auch bei Obersontheim 2 dünn ist und dadurch wenig personelle Unterstützung möglich ist. "Ziel ist der Klassenerhalt, über etwas anderes braucht man nicht sprechen", stellt Schwerin klar. Für Obersontheim dürfte es bis zum Schluss mit Dünsbach, Mulfingen, Weißbach und Michelfeld um den Klassenerhalt gehen. Schwerin lässt die Trainerfrage offen: "Ob zur Rückrunde ein geeigneter Nachfolger gefunden werden kann, bleibt abzuwarten."

Aufsteiger Michelfeld hat seinen anfänglichen Respekt abgelegt und als Elfter 13 Punkte eingefahren. 13 Tore sind allerdings der zweitschlechteste Wert in der Liga. Die Abwehr zeigt sich dagegen recht sattelfest mit 23 Gegentoren. Der langjährige Abteilungsleiter Sebastian Lenz fasst es so zusammen: "Es gibt immer wieder Fahrstuhl-Spiele von Top bis Flop." Die mögliche Leistung werde sehr unterschiedlich abgerufen. Lenz geht davon aus, dass sich der TSV immer noch in der Orientierungsphase befindet. Dank der Aufstiegseuphorie könnte es zum Klassenerhalt reichen.

Dieser dürfte für den TSV Hessental kein Problem sein. Das Team des neuen Trainers Steffen Rauner-Wieser kann selbst gegen Topteams wie Pfedelbach punkten.

Kreisliga A1

Tura Untermünkheim II hinkt erneut hinter den eigenen Erwartungen her. Der Abstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz 2 beträgt bereits sieben, auf Tabellenführer Neuenstein zehn Punkte.

Der VfL Mainhardt ist immerhin Achter (14 Punkte). "Das komfortable Punktepolster auf die Abstiegsränge sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass uns schwierige Wochen bevorstehen", meint Mittelfeldspieler Florian Weißer.

Der SV Tüngental schwebt in Abstiegsgefahr (13., 6 Punkte). Trainer Ralf Schöpflin sagt: "Es war uns klar, dass die Situation nicht einfach wird. Der am Knie verletzte Torjäger Toni Taschner fehlt uns." Nach den ersten fünf Spielen mit nur einer Niederlage riss der Faden. Dann verletzte sich der zweite Stürmer Oliver Singer. Dadurch hat die Offensive wenig Durchschlagskraft. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Uns fehlt das Matchglück", sagt Schöpflin.

Aber die Teams im Tabellenkeller sind eng beieinander. So auch Michelbach/Bilz als Viertletzter. Der TSV hat nur einen Punkt mehr als der SVT geholt und mit der fast schon üblichen Reaktion eines abstiegsbedrohten Vereins die Zusammenarbeit mit Trainer Daniel Markus beendet. Doch es folgte am Sonntag die siebte Niederlage.

Da es aber nur zwei direkte Absteiger geben wird, könnte es für alle A1-Teams aus der Region reichen.

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