Berlin / Igor Steinle/NBR Die Fridays for Future haben mit ihren Forderungen einen wichtigen Schritt hin zur politischen Bewegung gemacht. Ein Kommentar von Igor Steinle.

Das muss man ihnen lassen: Die Klimaaktivisten von „Fridays for Future“ wissen, wie man Öffentlichkeit herstellt. Die versammelte Hauptstadtpresse haben sie ins Berliner Naturkundemuseum gelockt, wo sie vor lebensgroßen Dinosaurierskeletten, „den Opfern des letzten großen Artensterbens“, ihre Forderungen präsentierten und so für PR-taugliche Bilder sorgten.

Die Aktivisten haben Bedingungen für ein Ende der Schülerstreiks gestellt.

Sie wollen die Debatte damit weg vom anderen öffentlichkeitswirksamen Coup bewegen, der sie überhaupt erst bekannt gemacht hat – den hitzig diskutierten Schülerstreiks – und hin zu konkreten Inhalten lenken. Ihre Forderungen kann man für überzogen oder zwingend notwendig halten, Argumente gibt es für beide Positionen. Wichtig war den Schülern und Studenten vor allem eines: die Verstetigung ihrer Protestbewegung.

Denn mit konkreten Zielen sind sie nicht mehr nur Träger einer diffusen Botschaft für mehr Klimaschutz, die sich in ihrer Unschärfe genauso schnell wieder verflüchtigen kann, wie sie entstand. Sie haben damit den Schritt hin zur einer politischen Bewegung gemacht, die so schnell wohl nicht von der Bildfläche verschwinden wird.

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