London Federer und Murray wieder im Finale von Wimbledon

dpa 03.08.2012
Im vierten Anlauf greift Roger Federer erstmals nach dem Tennis-Olympiasieg im Einzel. Dort muss er in der Neuauflage des Wimbledonfinales gegen Andy Murray bestehen.

Die britische Goldhoffnung setzte sich in Wimbledon gegen den Serben Novak Djokovic mit 7:5, 7:5 durch. Vor drei Wochen hatte sich Federer gegen Murray durchgesetzt und zum siebten Mal das Grand-Slam-Turnier in London gewonnen.

Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz gewann ein hochspannendes Halbfinale über fast viereinhalb Stunden mit 3:6, 7:6 (7:5), 19:17 gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro. 2008 in Peking hatte sich Federer mit seinem Landsmann Stanislas Wawrinka bereits Gold im Doppel gesichert, im Einzel blieb er in drei Anläufen bisher ohne Medaille.

Knapp drei Wochen nach seinem siebten Wimbledon-Triumph vermied Federer an gleicher Stelle eine herbe Enttäuschung und die zweite schwere Niederlage seiner Karriere gegen Del Potro. Die Nummer neun der Weltrangliste hatte ihn 2009 im Finale der US Open bezwungen. Der hochgewachsene Argentinier agierte im ersten Satz nahezu fehlerfrei, schlug stark auf und ließ Federer dank seiner mächtigen Vorhand kaum ins Spiel kommen.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ der Favorit zwei Breakchancen aus und lief seinerseits mehrfach Gefahr, ein Aufschlagsspiel abzugeben. Im Tiebreak rettete sich Federer mit einem Ass in den spannenden und hochklassigen dritten Satz. Dort nutzte er schließlich nach mehreren Breakchancen eine Möglichkeit zum 10:9 und schien vor dem Sieg zu stehen. Doch Del Potro gelang sofort das Rebreak, danach legte er immer wieder mit einem eigenen Aufschlag vor - bis zum 17:17. Dort durchbrach Federer erneut das Service und beendete die Partie wenig später mit seinem zweiten Matchball.