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Das Hörgerät in Hautfarben verschwindet nahezu unsichtbar hinter dem Ohr.
Das Hörgerät in Hautfarben verschwindet nahezu unsichtbar hinter dem Ohr. © Foto: Foto: © Monika Wisniewska / Fotolia.com
Diane Berger 05.05.2015
Egal, ob man dem Vogelgezwitscher lauscht oder einen der Lärm einer Baustelle nervt – das Gehör hat niemals Pause. Es ist ununterbrochen im Einsatz, 24 Stunden am Tag.
Mai befasst sich in diesem Jahr besonders mit modernen Hörgeräten. Damit wird Hören wieder zum Genuss. „Sag mal, hörst du schlecht?” Was auf den ersten Blick als Vorwurf aufgefasst werden kann, weist auf den zweiten Blick möglicherweise auf ein echtes Problem hin: Schwerhörigkeit. Hörminderungen sind nicht immer nur angeboren. Viele Menschen hören mit zunehmendem Alter immer schlechter. Nur rund 10 Prozent der 80-Jährigen haben ein völlig normales Gehör. Eine Hörstörung kann verschiedene Ursachen haben. Zu den vielen Dingen, die das Gehör schädigen können, zählt vor allem Lärm. Deswegen sind in zunehmendem Maße auch junge Menschen von Schwerhörigkeit betroffen. Laute Musik in der Disco oder über den Kopfhörer kann eine mögliche Ursache dafür sein. Ein Hörgerät ermöglicht es, soziale Isolation zu überwinden und sich trotz Hörminderung an Gesprächen mit Mitmenschen mühelos zu beteiligen. Aktuelle Studien zeigen, dass Menschen mit Hörschwierigkeiten, meist aus falscher Scham, nur selten bei ersten Problemen den Ohrenarzt oder Hörgeräteakustiker aufsuchen.

Jedes Hörgerät wird individuell angepasst

Dabei ist genauso belegt, dass das regelmäßige Tragen von Hörsystemen mehr Sicherheit im Alltag vermittelt und vor allem auch das Selbstbewusstsein stärkt. Auf der Suche nach der passenden Lösung ist es ratsam, sich so früh wie möglich von einem Hörgeräteakustiker beraten zu lassen. Aufgrund seiner Erfahrung hilft der Experte dem Kunden dabei, die richtige Entscheidung bei der Wahl des Hilfsmittels zu treffen. Am Beginn jeder Hörberatung steht eine Bedarfsanalyse. Sie ermöglicht es dem Akustiker, die Bedürfnisse des Kunden genau zu verstehen. Während der Anpassung werden die Geräte vom Akustiker entsprechend dem gemessenen Hörverlust individuell für jeden Kunden eingestellt und auf das Profil des Trägers abgestimmt. Um den Hörverlust genau zu messen, führt der Akustiker einen Hörtest durch. Das Testergebnis ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines passenden Hörgerätes. Der diesjährige „Tag des Hörens” hat sich unter anderem die moderne Hörtechnologie zum Thema gemacht. Hightech macht es möglich: Digitale Hörgeräte sind hochleistungsfähige Mini-Computer.

Natürliche Farben, klein und unauffällig

In ihnen kommt modernste Chip-Technologie zum Einsatz, die das Sprachverstehen fortlaufend verbessert. Doch die Geräte können noch viel mehr als das: Sie lassen sich auch mit dem Fernseher, einem MP3-Player oder dem Laptop verbinden. Sogar das Telefonieren mit dem Handy oder Festnetz ist ohne jede Kabelverbindung, einfach über Funk und Bluetooth möglich.  Auch dem optischen Aspekt wird von Herstellerseite aus große Aufmerksamkeit geschenkt. Moderne Hörgeräte umschmeicheln nicht nur die Ohren durch höchsten Tragekomfort, sondern auch die Augen ihres Betrachters. Die meisten Modelle sind in einer breiten Auswahl an natürlichen Farben lieferbar. Sie passen sich äußerst dezent und für das Gegenüber nahezu unsichtbar an die Silhouette ihres Trägers an und bieten so den ersehnten Hörgenuss.


Geräuschpegel
Lautstärke wird in Dezibel (dB) gemessen. Auf Dauer wird das Hörvermögen bei Belastungen ab 90 dB beeinträchtigt. Ab 120 dB kann ein einmaliges Geräusch schon zu dauerhaften Schädigungen der Hörzellen führen. Durchschnittliche Lautstärke in Zahlen:

Ein tropfender Wasserhahn: 20 dB
Ein leises Flüstern: 37 dB
Ein angeregtes ­Gespräch: 65 dB
Ein Staubsauger: 70 dB
Eine Kreissäge: 100 dB
Ein fahrendes Auto: 80 dB
Musik in der Disco: 110 dB
Ein startendes Flugzeug: 140 dB