Ulm Familiennachmittag "Danube Day" des Donaubüros Ulm

Symbol für die Donau: Am Danube Day des Donaubüros konnten Kinder zum Beispiel einen Riesen-Fisch ausmalen.
Symbol für die Donau: Am Danube Day des Donaubüros konnten Kinder zum Beispiel einen Riesen-Fisch ausmalen. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / CHIRIN KOLB 30.06.2013
Wasser gehört dazu, wenn es um einen Fluss geht. Der Familiennachmittag „Danube Day“ des Donaubüros hatte allerdings zu viel davon, und zwar von oben. Ins Wasser fiel er trotzdem nicht.
Ein Boot auf dem Trockenen, und das an einem Regentag. Das war alles, was am Samstag vom Danube Day am Marktplatz übrig war. Das Donaubüro hatte den Familiennachmittag kurzerhand ins Haus der Donau in der Kronengasse verlegt, und das Boot vom THW wies am Marktplatz den Weg.

Allzu viele Familien fanden den Weg zu Quiz, Spielen und vielen anderen Aktivitäten rund um die Donau zunächst nicht. Manche der mitwirkenden Organisationen hatten ihr Programm wetterbedingt umgestellt. Statt dem Donaumobil, zwei großen Freiluft-Donaumodellen, die geflutet werden können, hatte das „Mooseum“ einen Tisch mit Donaukieseln aufgebaut, die die Kinder in Edelsteine verwandeln konnten – wenn sie die Kiesel nur lang genug mit Schleifpapier polierten. Eine anstrengende Sache für Greta und ihre Schwester Lara. Aber eine Abwechslung zum Schminken. Denn da mussten sie eine ganze Weile stillsitzen, bis um Laras Augen ein rosa Schmetterling flatterte und aus Gretas Gesicht sogar die Donau selbst wurde, mit einem gelb-roten Fisch auf der Backe.

Die BUND-Jugend hatte ein Quiz vorbereitet mit Geräuschen, die an der Donau zu hören sind: Wind, Radfahrer, Ruderer. Aus einem aufblasbaren Bassin konnten die Kinder mit einem Magneten Fische angeln. Manchmal fängt man aber auch was anderes: eine alte Blechdose oder anderen Müll. Das ist im Bassin nicht anders als in der Donau selbst.
Spielen, Spaß haben und dabei auch noch was lernen – dazu ist der Danube Day da. Es gab Angebote für Kinder jeden Alters und auch für Erwachsene. Das Glücksrad mit Fragen zur Donau und den Donauländern zum Beispiel ist durchaus anspruchsvoll. Gut, der Höhepunkt der österreichischen Ballsaison, der Wiener Opernball, ist schnell erraten. Aber wie alt kann ein Stör werden? 100 Jahre.

Als gar nicht so einfach entpuppte sich auch die „stille Post“ des THW. Ein Spieler baut mit Legosteinen und gibt per Funk seine Anweisungen an den zweiten weiter, der das Gleiche bauen soll. Klappt nicht immer!

Donaubüro-Leiterin Sabine Meigel nahm das Wetter gelassen. „Im letzten Jahr hatten wir am Danube Day 30 Grad. Das war fast zu heiß.“ Der Regen hat aber auch sein Gutes. Denn plötzlich strömen zwei Dutzend Kinder herein: ein Kommunionausflug aus Zwiefalten. Eigentlich war ein Freiluft-Programm geplant, erzählt eine Betreuerin. „Aber jetzt haben wir was für drinnen gesucht.“ Und schon war beim Danube Day richtig was los.
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