Ein Derby elektrisiert die Massen in der Eishockey-Region. Der VfE Ulm/Neu-Ulm empfängt heute (20 Uhr) im Eisstadion Neu-Ulm den ESV Burgau 2000, in der letzten Saison noch Kooperationspartner der Devils im Jugendbereich. Die Gastgeber erwarten einen Rekordpublikumsandrang. „Es wäre ratsam frühzeitig zu kommen“, sagt VfE-Geschäftsführer Patrick Meißner. Zumal die Partie auch wegen der Rivalität zwischen Fans des Fußball-Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball und Burgauer Anhängern von den Ordnungshütern als Risikospiel eingestuft ist. Es könnte längere Einlasskontrollen geben.

Sportlich spielen die Eisbären Burgau derzeit in einer anderen Liga. Der souveräne Spitzenreiter hat alle acht Spiele gewonnen. „Ich gehe aber von einem Duell auf Augenhöhe aus. Das ist auch ein Gradmesser für die Bayernliga-Aufstiegsrunde“, sagt Meißner. Beide Mannschaften werden wohl einen der fünf Top-Plätze in der Landesliga belegen und somit in der Verzahnungsrunde mit den Bayernliga-Nachzüglern um den Sprung nach oben spielen. „Wir wollen alle Heimspiele und natürlich auch das Derby gewinnen. Wenn wir dann als erste Mannschaft Burgau schlagen, ist das ein Zückerle oben drauf“, betont Meißner, selbst als Verteidiger auf dem Eis.

Zumal bei Burgau mit Stanislav „Standa“ Hlozek der Kulttrainer aus vergangenen glorreichen Ulmer Eishockey-Tagen hinter der Bande steht. Allerdings baut der Gegner auf deutlich mehr als zwei ausländische Akteure, wie es bei der Liga-Konkurrenz eigentlich üblich ist. Von vier bis sieben Cracks mit vordergründig osteuropäischen Wurzeln ist da die Rede. Allerdings droht Burgau frühestens in der Aufstiegsrunde Unheil vom bayerischen Verband (BEV). In dessen Statuten steht für die Bayernligisten geschrieben, dass der BEV bei einem Einsatz von mehr als zwei Ausländern Sanktionen verhängen kann. Von Geldstrafen und Punktabzug ist die Rede.

Am Sonntag (18 Uhr) wollen die Devils (zehn Zähler aus fünf Partien) ebenfalls in Neu-Ulm den EV Bad Wörishofen (acht Spiele/sechs Punkte) in die Schranken weisen. VfE-Trainer Robert Linke hat wie seine jetzigen Schützlinge Felix Anwander, Michael Simon, Martin Keller, Marius Dörner, Florian Döring und Peter Brückner eine Vergangenheit in Bad Wörishofen vorzuweisen.

Bart weg für den guten Zweck


Die Fans der Devils können sich diesen Monat im Neu-Ulmer Friseursalon FAM (Petrusplatz 11) den Bart schneiden lassen. Ein Teil des Erlöses geht an die Movember Foundation, die Initiativen zur Verbesserung der Heilung von Männerkrankheiten wie Hoden- oder Prostatakrebs, finanziert.