Ulm / Winfried Vogler  Uhr

In der Kegelabteilung des ESC Ulm gab es in den zurückliegenden Jahren wenig Grund zum Feiern. Jetzt haben die Mädchen des Eisenbahnerklubs ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Bei den deutschen Jugend-Meisterschaften in München hat die weibliche U 18 des ESC Ulm als Außenseiter alle Topfavoriten genarrt und mit deutlichem Vorsprung den Titel geholt – erstmals in der 60-jährigen Kegelgeschichte des Klubs.

Zwei Gastspielerinnen dabei

„Es war Gänsehaut pur“, schilderte Betreuerin Andrea Ruß die Stimmung auf der Zehn-Bahnen-Anlage an der Säbener Straße. Während dort die Freude noch zurückhaltend war, gab es nach der Rückkehr für die Spielerinnen Chiara Philipp (576), Gastspielerin vom SC Hermaringen, Melina Ruß (562), Selina Bechthold (517) und Julia Müller (567), Gastspielerin vom TSV Niederstotzingen sowie Ersatzspielerin Lena Berger im ESC-Heim einen stimmungsvollen Empfang. Mit insgesamt 2222 Kegeln trumpften die von Kirsten Ruß gecoachten ESC-Mädels gewaltig auf, deren Sieg im Schlussdurchgang nie in Gefahr war und die bis auf drei Kegel an den deutschen Rekord herankamen.

Investition in die Zukunft

In der abgelaufenen Spielrunde hatte das Quartett kein Spiel, war überlegen württembergischer Meister geworden und qualifizierte sich damit für die nationalen Titelkämpfe. Für ESC-Jugendleiterin Steffi Wolfsteiner „ein krönender Abschluss für eine tolle Saison: „Wir sind stolz auf unseren Nachwuchs als Unterbau für unsere aktiven Mannschaften.“ Den braucht es auch, um den früheren Erstligisten zumindest in die 2. Kegel-Bundesliga zurückzuführen. Auch die Rahmenbedinungen stimmen, denn die ESC-Anlage wurde renoviert und mit acht neuen Plattenbahnen ausgestattet.