Es geht auch auswärts

Stabiler Sechser-Block: Die TSG Ehingen - hier im Heimspiel gegen Weingarten - wehrte sich am Samstag erfolgreich gegen die Attacken des HC Bodensee und gewann mit 30:27 in Österreich.
Stabiler Sechser-Block: Die TSG Ehingen - hier im Heimspiel gegen Weingarten - wehrte sich am Samstag erfolgreich gegen die Attacken des HC Bodensee und gewann mit 30:27 in Österreich. © Foto: Roland Flad
ROLAND FLAD 25.01.2016
Ihren nächsten Schritt nach vorne haben die Ehinger Bezirksliga-Handballer gemacht. Beim heimstarken HC Bodensee entführte die TSG beide Punkte. Garant war eine tolle Mannschaftsleistung.

Geht doch - in diesem Fall auch auswärts: Gut verdaut haben die Handballer der TSG Ehingen die jüngste Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten TV Weingarten; die Mannschaft von Trainer Werner Pointinger überraschte am Samstag in Vorarlberg. Mit einer "geschlossenen Mannschaftsleistung", wie Pointinger besonders hervorhob, besiegte Ehingen den Tabellensiebten HC Bodensee. Die Lustenauer, die zu den heimstärksten Teams der Liga zählen, kassierten gegen den Tabellenvierten von der Donau erst ihre dritte Niederlage in eigener Halle.

Die Ehinger wussten nicht nur durch eine überzeugende Mannschaftsleistung zu gefallen. Trainer Pointinger wagte gegen die Vorarlberger einen Griff in die Taktik-Kiste und hatte damit den richtigen Riecher. "Ich ließ sechs Mann in der ersten Halbzeit durchspielen", sagte er, "im zweiten Durchgang wechselte ich dann drei neue Leute ein." Damit hatten die Österreicher nicht gerechnet.

Die Startformation mit Manuel Latinovic, Rainer Mall, Sebastian Kiem, Alexander Seewald, Ivan Neimann und Steffen Mantz sowie Torhüter Michael Matranga hielt gegen den HC Bodensee von Beginn an kräftig dagegen und holte sich eine 15:14-Führung zur Halbzeitpause.

Nach 20 Minuten musste Mantz vom Feld, nachdem er einen Schlag auf die Nase erhalten hatte. Er wurde später in der zweiten Halbzeit wieder eingewechselt. Frisch im TSG-Team kreuzten zu Beginn der zweiten 30 Minuten Simon Klug, Nico Dietz und Johannes Prang auf. Der Überraschungseffekt war perfekt; die drei Neuen, die für Latinovic, Neimann und Mall gekommen waren, fügten sich nahtlos ins Spiel der Ehinger ein. Klug, Dietz und Prang waren es, die anfangs der zweiten Halbzeit den Vorsprung der TSG auf 19:15 und 21:16 ausbauten.

Der personelle Schachzug Pointingers schlug sich auch bei der Torausbeute nieder. Mantz erzielte sechs Tore, ebenso Klug, der aus der Rückraum-Mitte kam.

Auch am Kreis lief es geschmeidig; Neimann war fünf Mal erfolgreich und Nico Dietz holte nicht nur Siebenmeter raus, er glänzte außerdem mit einer hundertprozentigen Trefferquote vom Punkt aus. Dietz verwandelte alle vier Ehinger Strafwürfe.

Nicht vergessen werden dürfen die beiden Torhüter Michael Matranga und Daniel Geyer, die ein sicherer Rückhalt waren. Vor allem Matranga, der den Großteil der Partie zwischen den Pfosten stand, lief zu großer Form auf; er parierte zwei Siebenmeter.

Auch wenn die Ehinger am Ende 27 Gegentore haben hinnehmen müssen, so zeigte sich Trainer Pointinger dennoch mit seiner Abwehr zufrieden. Sie habe in dem sehr schnellen, intensiven und kampfbetonten Spiel gut gearbeitet.

13 Minuten vor dem Spielende lagen die Ehinger sogar mit sechs Toren vorne (26:20). "Aber selbst da war der Käse noch nicht gegessen", gab Pointinger zu bedenken. Die Partie sei spannend geblieben. Eine Ehinger Auszeit beim Stand von 27:25 für die TSG (54.) und zwei Tore in Folge durch Mantz und Klug zum 29:25 waren schließlich die Entscheidung in Lustenau. Pointinger konnte sich sogar den Luxus leisten, Patrick Vögtlin für die anstehenden Spiele zu schonen. Die TSG Ehingen belegt weiterhin den 4. Tabellenplatz; auch Biberach siegte; die TG gewann in Lehr mit 34:26.

TSG Ehingen: Mantz 6 Tore, Klug 6, Neimann 5, Dietz 4, Kiem 3, Prang 2, Seewald 2, Mall 1, Matranga, Geyer.

Info Die Handballer der TSG Ehingen machen wegen der Fasnet zunächst eine längere Pause. Nächster Spieltag ist erst am Sonntag, 14. Februar, mit dem Heimspiel gegen den Bezirksliga-Tabellenführer HC Lustenau.

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