"Wir müssen gewinnen", forderte Trainer Thomas Herbst vom FV Löchgau II noch vor dem Spiel beim FV Kirchheim. Umso enttäuschter war der Löchgauer Übungsleiter nach der 1:3-Pleite beim bis dahin sieglosen Aufsteiger. "Eine katastrophale Leistung", attestierte er nach dem Schlusspfiff seiner Mannschaft.

Zunächst lief noch alles nach Plan für die Löchgauer Zweite: Lukas Blessing erzielte im Anschluss an einen Freistoß mit einem Schuss aus elf Metern das 1:0 für die Gäste. Was dann folgte, erklärte Herbst mit fehlenden Grundtugenden: "Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen, haben Willen und Leidenschaft vermissen lassen." Etwas ratlos erwähnte der Coach noch die eigentlich gute Vorbereitung aufs Spiel, stellte dann aber fest, dass Kirchheim den Sieg "einfach mehr gewollt hat". Die Gastgeber antworteten auf den Rückstand mit Toren durch Panagiotis Zounzournas (22.), Thomas Tsitsionis (51.) und Kosta Michaelidis (58.).

Nach der bitteren 0:5-Niederlage gegen den TSV Merklingen hat es der GSV Pleidelsheim geschafft, den Spieß umzudrehen und schickte seinerseits den TSV Eltingen II mit einem 5:0-Sieg nach Hause. Zufrieden war GSV-Coach Thilo Koch aber nur mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft. Schon nach vier Minuten traf Marco Völlm zur Führung, zweimal Top-Torjäger Daniel Schick (20./25.) und Fabio Giunta (27.) erhöhten binnen sieben Minuten auf 4:0. "In der ersten Halbzeit haben wir noch gut kombiniert und schöne Tore herausgespielt. In Hälfte zwei wollten wir dann noch schöner spielen, und das ging schief", erklärte Koch. In der 80. Spielminute trug sich erneut Schick mit seinem dritten Treffer des Tages in die Torschützenliste ein.

Nachdem der SV Freudental zuletzt zweimal in Folge ungeschlagen geblieben war, hoffte man bereits auf eine kleine Serie. Gegen den TV Pflugfelden setzte es nun aber eine derbe 0:11-Heimklatsche. Für den Freudentaler Trainer Jens Wilhelm unfassbar: "Mir fehlen die Worte. In Halbzeit zwei wollten wir noch Schadensbegrenzung betreiben, aber auch das ist uns völlig misslungen." Zur Pause führten die Gäste mit 4:0. Anschließend leisteten sich einige SVF-Kicker Disziplinlosigkeiten, und so hatte der neue Tabellendritte leichtes Spiel. "Die Spieler haben sich komplett aufgegeben nach der Pause", stellte Wilhelm konsterniert fest. Die ersten vier Treffer seien dem TVP leichtfertig aufgelegt worden. Danach brachen bei der Heimelf alle Dämme, und die Gäste kannten keine Gnade. Sechsfacher Torschütze war Dimi Karagiannis.

Der SV Germania Bietigheim sicherte sich im heimischen Sportpark verdientermaßen die drei Punkte gegen den TSV Phönix Lomersheim. Den Treffer zum 1:0-Endstand markierte Norman Röcker mit seinem Flachschuss aus 16 Metern (25.). Vorausgegangen war dem Tor eine Flanke von Max Fellmeth auf Jerry Torres, der mustergültig für den Siegtorschützen auflegte. "Wir haben über 90 Minuten keine echte Torchance für Lomersheim zugelassen und haben vorne eine unserer wenigen Gelegenheiten genutzt", zeigte sich Germania-Coach Matthias Schmid zufrieden mit der effektiven Spielweise seiner Elf. "Von Lomersheim war in der ersten Hälfte gar nichts zu sehen. Der Sieg geht in Ordnung, auch wenn das Spiel in Hälfte zwei ausgeglichener war", wie Schmid weiter ausführte.

Erst spät machte der FV Ingersheim beim TKSZ Ludwigsburg den 4:2-Sieg klar. Die Elf von Trainer Fritz Schweizer drehte die Partie durch drei Treffer in der Schlussviertelstunde. Das gesamte Spiel über war der Tabellenzweite die tonangebende Mannschaft. Zur Pause führte dennoch das Heimteam. Die Ludwigsburger Führung konterte Angelo Coppola in der 47. Spielminute nach einem Angriff über die linke Seite. Keine zehn Minuten später führte aber erneut der Gastgeber. Wieder ging dem Tor laut Schweizer ein Konzentrationsfehler voraus. "TKSZ macht aus zwei Chancen zwei Tore, wir mussten erst die Brechstange rausholen, um zum Erfolg zu kommen", sagte der FVI-Trainer. Ein glückliches Händchen bewies er mit seinem Einwechslungen, die letztlich - gepaart mit der läuferischen Überlegenheit - den Sieg brachten: Stipe Rodin und Sebastian Kniller sorgten für Schwung. So traf erneut Coppola zum Ausgleich (75.). Philipp Sturm mit seinem 13. Saisontor (85.) und Rodin (88.) sicherten den späten Auswärtserfolg für Ingersheim. Es war bereits der achte Sieg in Serie.