Gesellschaft Erinnerungen an Dutschke in Bad Boll

Bad Boll / SWP 01.09.2018

Im Februar des unruhigen Jahres 1968 trafen sich in der Evangelischen Akademie Bad Boll Ernst Bloch und Rudi Dutschke zum Gespräch. 50 Jahre danach blickt die Akademie vor und zurück: Was wollten die 68er? Welche Utopien gibt es heute?

Dazu kommt am nächsten Freitag Gretchen Dutschke, die Witwe des Studentenführers, der bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt wurde und Ende 1979  an den Spätfolgen starb. Sie spricht über „utopische Ansätze: Was uns antrieb – was wir erreichten“. Die Tagung in Bad Boll lebt noch einmal auf: Der damalige Tagungsleiter Dr. Klaus Reblin und Tagungsteilnehmer Karl Bayer sprechen mit Gretchen Dutschke und Werner Schretzmeier vom Theaterhaus Stuttgart über ihre Erinnerungen. Die Philosophie von Ernst Bloch ist ein Angelpunkt dieser politisch-philosophischen Sommerakademie, ausgewählte Texte werden studiert. Über den „Geist der Utopie“ spricht Professor Gert Ueding, früherer Ordinarius für Rhetorik in Tübingen. Was gibt es heute an Utopien: Heimatschutz? Zurück ans Stammesfeuer? Gar Lust am Untergang, wie sie in Kinofilmen seit den 60er Jahren zum Ausdruck kommt?  Der Politologe Johano Strasser spricht über die Notwendigkeit, ins Offene zu denken.

Die Tagung „Gesellschaft morgen denken – zur Aktualität utopischer Entwürfe“ geht von Freitag, 7. September, 15.30 Uhr, bis Sonntag, 9. September, 12.30 Uhr. Informationen unter Tel. (07164) 79-307 oder E-Mail: doris.korn@ev-akademie-boll. de

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