Mundelsheim Enz/Murr-Handballer treffen sich in Mundelsheim zum Bezirkstag

HPK 25.04.2013
Beim 44. Handball-Bezirkstag in Mundelsheim ist Hanspeter Kurz als Bezirksvorsitzender bestätigt worden. Er geht in seine bereits neunte Amtszeit. Sorgen macht die Schiedsrichterproblematik.

Einmütigkeit und Harmonie prägten den 44. Bezirkstag des Handballbezirks Enz-Murr, der nach 1990 und 2001 zum dritten Mal in Mundelsheim stattfand. Eine besondere Ehrung gab es für Fritz Helber aus Gronau: Der dienstälteste Mitarbeiter im Bezirk Enz-Murr wurde von Matthias Beyer mit dem Ehrenband der Sportkreisjugend Ludwigsburg ausgezeichnet.

Zu Beginn seines Rechenschaftsberichts brachte der Bezirksvorsitzende Hanspeter Kurz zunächst seine Zufriedenheit darüber zum Ausdruck, dass die Zusammenarbeit mit dem Handballverband Württemberg weiterhin harmonisch und partnerschaftlich verlaufe. Finanziell stehe der Bezirk nach wie vor auf einem soliden Fundament und sei für kommende Aufgaben gerüstet. So erhebt Enz-Murr von den Vereinen aktuell keinen Bezirksbeitrag mehr und wird auch anstehende Mehrkosten seitens HVW und DHB für die Vereine übernehmen. Auch mit der Entwicklung im EDV-Bereich könne der Bezirk weiter Schritt halten, so Kurz. Die Ergebnisdurchgaben per SMS hätten sich problemlos eingespielt. Außerdem seien zuletzt die Spielpläne erstmals online erstellt worden.

Ein besonderes Augenmerk richtet Kurz auf die sportlichen Leistungen und Erfolge. Dem Bezirkschef zufolge ist Enz-Murr einer der spielstärksten Bezirke in Württemberg. Eine Feststellung, die auch durch Zahlen untermauert wird. So sind zum Beispiel knapp zwei Dutzend Männer- und Frauenteams in Spielklassen über Bezirksebene angesiedelt. Mit je einem Zweitligisten bei den Männern und Frauen, zwei Drittligisten bei den Frauen sowie einem Starter in der A-Jugend-Bundesliga ist Enz-Murr auch im Spitzenhandball vertreten. Mit Optimismus können die Verantwortlichen des Bezirks mit 43 Vereinen, über 500 Mannschaften und gut 12.000 Mitgliedern also die nächsten drei Jahre angehen.

Nach dem Bericht von Kassenprüfer Dieter Klein, der dem Referenten für Finanzen und Verwaltung, Roland Glöckler, eine einwandfreie Kassenprüfung attestierte, nahm HVW-Präsident Hans Artschwager die Entlastung des Bezirksausschusses vor, die ebenso einstimmig erfolgte wie die Wahl des alten und neuen Bezirksvorsitzenden Hanspeter Kurz, der sich seit 1990 im Amt befindet und nunmehr in seine neunte Amtszeit geht.

Auf der Tagesordnung stand auch die Problematik des Schiedsrichterwesens. Die vor drei Jahren gestartete Aktion "Jahr des Schiedsrichters" brachte nicht den erhofften Erfolg. Es wird mangels Regelhüter zusehends schwieriger, Spiele auf Verbands- und Bezirksebene zu besetzen. Unter starker Beteiligung der Vereinsvertreter wurde nach Lösungswegen gesucht. Diskutiert wurde zum Beispiel eine Erhöhung der Gebühren beim Schiedsrichtersoll, einen Punktabzug für säumige Vereine, eine bessere Betreuung von Jungschiedsrichtern oder Spielaufsichten in den Hallen.