Sven Damnig war mächtig sauer: Sein FV Ingersheim hatte in der Fußball-Landesliga gegen den Tura Untermünkheim wacker gekämpft, am Ende kippte das Spiel aufgrund einer Fehlentscheidung der Schiedsrichterin. "Das ist einfach brutal ärgerlich und bitter", meinte der FVI-Coach. Die Ingersheimer führten in Untermünkheim zur Pause mit 1:0, Kleonikos Priftis hatte das Tabellenschlusslicht nach einem schön ausgespielten Konter nach 30. Minuten in Führung geschossen. Vassilios Kostakis und Fabio Giunta hatten Chancen, noch vor der Pause auf 2:0 zu erhöhen. Beim Ausgleich durch Michele Varallo in der 57. Minute behinderte der Untermünkheimer FVI-Keeper Tom Reichert. "Wenn der Torwart im Fünfmeterraum so angegangen wird, kann man das vielleicht auch abpfeifen", meinte Damnig. Auf den 1:2-Rückstand, erneut durch Varallo (62.), fanden die Ingersheimer eine schnelle Antwort: Bashkim Susuri erzielte das 2:2 (63.). Als Schiedsrichterin Silke Fritz nach Zuruf der Untermünkheimer dann aber auf Handelfmeter gegen den FVI entschied, war der Wille des Tabellenletzten gebrochen. "Das hat uns das Genick gebrochen", sagte Damnig. Semih Dalyanci verwandelte den Elfmeter (67.) und erhöhte kurze Zeit später auf 4:2 (69.). Auch beim fünften Tor der Untermünkheimer trug sich Dalyanci (75.) in die Torschützenliste ein. In der Schlussphase rafften sich die Ingersheimer noch einmal auf: Priftis traf den Innenpfosten, Kostakis (85.) verkürzte auf 3:5. Für eine echte Aufholjagd reichte es aber nicht mehr.

Die Spvgg 07 Ludwigsburg musst im Duell mit dem Tabellenzweiten TSV Heimerdingen gleich acht Spieler ersetzen. Die zahlreichen Ausfälle waren jedoch nicht der Grund für die 2:3-Niederlage. Die Anfangsphase gehörte klar 07, das durch Marco Schulz (3./7.) zu Beginn zwei gute Möglichkeiten hatte, der aber beide Male an Gästekeeper Lukas Emmrich scheiterte. Die 1:0-Führung für die Ludwigsburger erzielte in der 20. Minute Timo Binder. Enis Kabashi hatte den Torschützen mit einem sehenswerten Hackentrick bedient. Kabashi hatte kurze Zeit später die Chance zum 2:0, sein Schuss verfehlte das Tor knapp.

Anschließend wurde Heimerdingen stärker. Einen zu kurz geratenen Rückpass von Patrick Nonnemann auf 07-Keeper Patrick Demut nutzte Jörn Pribyl zum Ausgleich (39.). Norman Röcker erhöhte noch vor der Pause auf 2:1 für die Gäste (45.). Auch beim zweiten Ludwigsburger Gegentreffer machte Nonnemann keine gute Figur.

Nach der Pause war der TSV weiter spielbestimmend. In der 58. Minute konnte sich Robin Rampp auf links durchsetzen - seinen überlegten Querpass verwandelte Murat Öztürk mühelos zum 3:1. Heimerdingen zog sich in der Folge zurück. 07 hatte durch Kai Helmle (64.) per Kopfball und Nico Scimenes (66.) gute Chancen zum Anschlusstreffer. In der 84. Minute klatschte ein Schuss von Pribyl an den Pfosten. Eine Minute später verkürzte Scimenes nach einem weiten Ball von links auf 2:3. In der Nachspielzeit sah Schulz wegen Reklamierens noch die Gelb-Rote Karte.

Der FV Kornwestheim bezwang den TSV Crailsheim überraschend mit 4:1 (0:1). Nach dem 0:1 durch Hannes Wolf (29.) drehten Stefano Nicolazzo (49.), Timo Nürnberger (84.), Predrag Sarajlic (87.) und Marco Reichert (90.) die Partie.