Einverständnis nötig

DPA 09.02.2013
Zwischendecken, eine zusätzliche Dusche, ein neues Parkett - für solche Um- und Einbauten brauchen Mieter die Zustimmung ihres Vermieters.

Erlaubt sind nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) solche Arbeiten in einem Mietobjekt, die keinen erheblichen Eingriff in die Bausubstanz des Gebäudes mit sich bringen und am Ende des Mietverhältnisses leicht wieder beseitigt werden können. Größere bauliche Veränderungen, verbunden mit Stemm- und Maurerarbeiten sind ohne Einverständnis des Vermieters verboten.

Baumaßnahmen muss der Vermieter auch dann zustimmen, wenn es um die behindertengerechte oder barrierefreie Ausgestaltung der Wohnung oder des Hauses geht. Will der Mieter einen Treppenlift einbauen lassen, Türdurchgänge verbreitern, ein behindertengerechtes Bad oder Rollstuhlrampen installieren, dann muss er seinen Vermieter fragen.

Ein neues Türschloss können Mieter aber auch ohne Erlaubnis einbauen. Ebenso dürfen sie ein Hochbett oder eine Einbauküche aufstellen, das Waschbecken oder die Toilette austauschen beziehungsweise eine zusätzliche Steckdose oder einen Türspion einbauen.

Ob der Mieter mit oder ohne Zustimmung seines Vermieters investiert, es kann vorkommen, dass er beim Auszug seine Modernisierung wieder rückgängig machen muss. Nach dem Gesetz hat der Vermieter Anspruch auf Rückgabe der Wohnung im ursprünglichen Zustand - sofern nichts anderes ausdrücklich vereinbart wurde.