Göppingen Eine Hütte als Anlaufpunkt

Karin Woyta, Geschäftsführerin der SAB, wünscht sich eine Blockhütte für den Waldeckhof. Die Leser-Spenden für die "Guten Taten" lassen ihren Traum wahr werden.
Karin Woyta, Geschäftsführerin der SAB, wünscht sich eine Blockhütte für den Waldeckhof. Die Leser-Spenden für die "Guten Taten" lassen ihren Traum wahr werden. © Foto: Ulrike Luthmer-Lechner
ULRIKE LUTHMER-LECHNER 30.01.2015
Für eine stabile Hütte auf der Festwiese soll der Waldeckhof 10.000 Euro erhalten. Damit könnte sich ein Traum erfüllen, denn viele Veranstaltungen könnten dann auch bei schlechtem Wetter stattfinden.

Mit seinem prachtvoll-schillernden Federkleid stolziert der Gockel zwischen den Hühnern, der Esel darf gestreichelt werden und grunzende Schweine tummeln sich neben einer Vielzahl anderer artgerecht gehaltener Tiere auf dem Waldeckhof in Jebenhausen. Der Hof hat sich neben einem hohen Beschäftigungswert für langzeitarbeitlose Menschen auch zu einem attraktiven Ort des gesellschaftlichen Lebens und der Kommunikation entwickelt. "Sommer- und Hoffest, Weihnachtsmarkt und Kinderfreizeiten mit einer Erlebniswelt Bauernhof ebenso wie Trauer-Freizeiten mit dem Kinderhospizdienst unter fachlicher Anleitung gehören zu unseren beliebten Veranstaltungen", schildert Karin Woyta, Geschäftsführerin der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung (SAB).

Das Projekt zur Integration benachteiligter Menschen bietet diesen in Gartenbau, Hofladen und Hofcafé Beschäftigung und Qualifikation. Mit seinen 19 Hektar Ackerland und 25 Hektar Grünland wird der Waldeckhof landwirtschaftlich genutzt und nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet. Junge und ältere Besucher schätzen das naturnahe Erlebnis. "Im Hofcafé sitzen oft Spaziergänger oder kleine Frühstücks-Gruppen, es finden aber auch Stammtisch-Treffen und größere Veranstaltungen wie Firmen- und Geburtstagsfeiern statt", sagt Karin Woyta. Allerdings sei der Platz oft beengt, etwa im Sommer, wenn ganze Schulklassen mit Hurra den Hof stürmen.

"Ideal wäre es, wenn die Kinder gleich unten auf der Wiese bewirtet werden könnten, statt herauf ins Hofcafé kommen zu müssen." Dies treffe auch für die unzähligen Radler zu, die den Waldeckhof gerne als Zwischenstopp oder Endziel wählen. Bisher steht als Unterschlupf bei Regen und für den Ausschank von Getränken nur ein provisorisches Zelt zur Verfügung.

Karin Woyta schwelgt in ihren Träumen: "Die vorhandene Wiese sollte sinnvoller genutzt werden." Ein stationäres Haus für Freizeit und Bewirtung würde das brach liegende Areal aufwerten. "Es wäre doch super, wenn wir unsere Gäste in einer stabilen, beheizbaren Hütte auf der grünen Wiese empfangen könnten." Die NWZ-Leser machen Träume wahr, so wie es aussieht: Auf rund 40 Quadratmetern kann dank der NWZ-Benefiz-Aktion "Gute Taten" nun eine Hütte im Blockhaus-Charakter gebaut werden. Verschiedene Wandstärken, praktische Inneneinrichtung und vor allem sicher abschließbar zeichnen das Haus mit geplanten zwei bis drei Räumen für rund 10 000 Euro aus.

"Selbstverständlich werden wir im Vorfeld alle baulichen Auflagen erfüllen, ebenso die strengen Vorschriften des Wirtschaftskontrolldienstes", so Karin Woyta. Sie liebäugelt nicht nur mit dem Gedanken, den Waldeckhof dann als Station in überörtliche Fahrradtouren einzubinden, sondern ihr schweben noch ganz andere Highlights vor: "Der Platz mit dem neuen Blockhaus würde sich doch auch für eine große Hochzeit in Weiß mitten im Grünen anbieten", meint sie augenzwinkernd.

Info: Weitere Infos auf im Internet auf www.sab-gp.de