Helfen Ehrenamtliche Blutspender kommen in die Ilshofener Stadthalle

Ilona Messerschmidt bei der 68. Blutspende. Sie kommt gern zur Ak- tion des Deutschen Roten Kreuzes in die Roland-Wurmthaler-Halle.
Ilona Messerschmidt bei der 68. Blutspende. Sie kommt gern zur Ak- tion des Deutschen Roten Kreuzes in die Roland-Wurmthaler-Halle. © Foto: Oliver Färber
Ilshofen / Oliver Färber 02.06.2018

Es ist viel los an diesem Nachmittag in der Roland-Wurmthaler-Halle. Alexander Breiter freut sich darüber. Der Vellberger Bereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat mit seinen zehn Helfern alle Hände voll zu tun, die Freiwilligen zu betreuen, die zur Blutspendeaktion gekommen sind. „Ich habe das Gefühl, es sind heute mehr als sonst“, wagt er eine Prognose. Am Ende zählt er 213 Ehrenamtliche, die ihren Lebenssaft geben, um Kranke und Verletzte zu helfen.

Ilona Messerschmidt ist eine davon – und besonders erfahren. „Ich mache das heute zum 68. Mal“, verrät die 68-Jährige. Gerade wartet sie darauf, dass sie ihr Blut abgeben kann. Zuerst hat sie sich aber mit ihrem Ausweis registriert und einen Fragebogen ausgefüllt. Dann wurde sie am Labortisch voruntersucht; so wurden beispielsweise ihr Blutdruck und ihre Körpertemperatur überprüft. Vom Ärzteteam, das der Blutspendedienst mitgebracht hat, wurde sie auch noch einmal untersucht. „Man ist vor dem Blutspenden schon immer gut untersucht worden“, berichtet die Seniorin. Das alles hat sie bis jetzt rund eine halbe Stunde gekostet – und bald ist auch eine Liege für sie frei. Was sich in der ganzen Zeit geändert hat, betreffe vor allem die Technik. Früher wurden die Blutbeutel noch von Hand hin- und herbewegt während der Abnahme. Heute macht das ein Automat, der direkt neben dem Spender steht. Er zeigt auch optisch und akustisch an, wenn die 500 Milliliter Lebenssaft zusammengekommen sind – oder der Fluss ins Stocken gerät.

Und es gibt zur Freude von Messerschmidt auch mehr Blutspendetermine als damals, als sie angefangen hat. „Früher gab’s das hier nur ein Mal im Jahr. Da wurde extra ein Bus organisiert, der Blutspender aus Ilshofen auch zum Termin nach Obersontheim gefahren hat“, erinnert sie sich. Heute gehe sie auch einmal nach Vellberg oder Großaltdorf. „Wie es gerade reinpasst“, meint sie.

Warum sie bereits zum 68. Mal dabei ist? „Weil es mir und meinen Organen guttut und ich auch noch etwas Gutes tue“, sagt sie und blickt sich in der Stadthalle um. „Schade ist nur, dass so wenig junge Leute Blut spenden. Der Nachwuchs fehlt irgendwie“, stellt sie fest.

Jetzt ist sie dran, legt sich hin und macht ihren rechten Arm bereit. Sie nennt ihren Namen und ihr Geburtsdatum. Die Helferin vom Blutspendedienst nickt, scannt Strichcodes von den Blutbeuteln und den Untersuchungsröhrchen ab. Dann kommt er: der kleine Piks, der Leben rettet. Messerschmidt zuckt nicht einmal, als die dünne Nadel in ihre Ader eindringt.

Wenig später ist sie fertig. Die Landfrauen haben ein kostenloses Essen für sie vorbereitet. Das hat sie sich jetzt verdient.

Info Die nächsten Blutspendetermine des DRK sind am Donnerstag, 7. Juni, in der Haller Hagenbachhalle und am Freitag, 8. Juni, in der Kultur- und Festhalle in Oberrot – jeweils von 14.30 Uhr bis 19.30 Uhr. Informationen dazu und weitere Termine unter www.blutspende.de.

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