Trompeten, Posaunen, Saxophone und Schlaginstrumente geben Gassenhauer wie "Country Roads" und "Atemlos" zum Besten. Sie existieren seit 1996 als erste Guggenmusiker im Landkreis, sie gehören zur Musikkapelle Bühlerzell. Deren Vorstand Martin Moll berichtet: "Wir sind nun zum zweiten Mal auf dem Streckenabschnitt bei den Stadtwerken präsent. Mit unserer Musik möchten wir die Läufer überraschen und ihnen neue Energie geben, vor allem, da an dieser Stelle meist weniger Zuschauer stehen als anderswo." Für die Musiker in den grünen Kostümen ist der Dreikönigslauf ihr erstes Konzert im neuen Jahr. Nachdem die meisten Läufer zum ersten Mal an den Zellermer Guggafatzern vorbeigelaufen sind, zeigt sich Moll außerordentlich begeistert von deren Feedback. "Die Läufer waren ein wunderbares Publikum, vielen herzlichen Dank!"
 

Das Geburtstagskind am Mikrofon: Christoph Müller feierte seine Premiere als Co-Moderator von Hartwig Thöne. Eigentlich läuft Müller, der gestern 49 wurde, erfolgreich für die TSG Hall. Diesmal aber verzichtete er auf einen Start. Das nutzte Werner Belschner umgehend aus. Der Sprecher des Organisationsteams fragte bei Müller an, ob er als zweiter Moderator die regionalen Läufer stärker in den Fokus rücken könnte. "Dabei habe ich ihm zwei Antwortmöglichkeiten gelassen", erklärte Belschner mit einem verschmitzten Lächeln. "Ja oder ja". Spontan entschied sich Müller für ein "Ja" und zeigte auch beim Moderieren Talent.
 

Fast 50 Flüchtlinge konnten dank Sponsoren, die das Startgeld übernahmen, beim Dreikönigslauf mitmachen. Einige waren schnell unterwegs. So belegte Khair Mohammad Khaibar im Gesundheitslauf Rang 23. Ahmad Yousofi blieb über die 10 Kilometer unter 39 Minuten. Bei Melitta Simon vom Orga-Team liefen im Vorfeld die Fäden zusammen. "Ich hatte den Eindruck, dass alle sehr glücklich waren, starten zu dürfen. Schon in der Hagenbachhalle spürte man die Vorfreude." Dank Kleidungsspenden aus der Bevölkerung konnten die Flüchtlinge mit Sportutensilien an den Start gehen. In Zukunft will Intersport Petermann Schuhe und Kleidung, die reklamiert werden, an die Flüchtlinge weitergeben. "Die Sachen sind völlig intakt, haben nur kleine Fehler, aber die Firmen wollen die Ware nicht zurück", erklärt Kevin Jannasch von Intersport Petermann.