Nordhorn Drei späte Strafzeiten für Bietigheimer Handballer beim 29:29 in Nordhorn

Timo Salzer (rechts) erzielte beim 29:29 der SG BBM Bietigheim bei der HSG Nordhorn-Lingen fünf Tore für die Gäste.
Timo Salzer (rechts) erzielte beim 29:29 der SG BBM Bietigheim bei der HSG Nordhorn-Lingen fünf Tore für die Gäste. © Foto: Martin Kalb
Nordhorn / CLAUS PFITZER 07.11.2013
Zum Greifen nah war für die Zweitliga-Handballer der SG BBM Bietigheim am Mittwochabend ein Sieg bei der HSG Nordhorn-Lingen. 16 Sekunden vor Schluss glich der Nordhorner Alexander Terwolbeck zum 29:29-Endstand aus. Da saßen drei SG-Spieler Strafzeiten ab.

Für die SG BBM Bietigheim war das 29:29 am Mittwoch bei der HSG Nordhorn-Lingen im zehnten Saisonspiel das erste Unentschieden. Dass es nicht zum Sieg gereicht hat, lag an Alexander Terwolbeck, der für die Gastgeber 16 Sekunden vor Spielende beim fünf gegen vier zum 29:29 ausglich. Christian Heuberger, der neunfache Torschütze Hannes Lindt und Timo Salzer mussten im Verlauf der letzten zweieinhalb Minuten auf die Strafbank, bei der HSG erwischte es nur Paul Trondler. "Es ist bitter, dass so eingegriffen wird. Wir hätten es aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gehabt, in Nordhorn zu gewinnen", ärgerte sich der Bietigheimer Trainer über die Entscheidungen der Unparteiischen Christoph Maier und Michael Kilp in der hektischen Schlussphase. "Nordhorn ist eine Topmannschaft und extrem heimstark. Von daher ist der eine Punkt auch in Ordnung ", so Mayerhoffer.

Nach dem späten Ausgleich und einer Auszeit probierten es die Bietigheimer in den letzten Sekunden vergeblich, noch zum Siegtreffer zu kommen. In der 55. Minute hatten sie noch mit 28:25 geführt. Aber dann vergaben sie einen Siebenmeter und kassierten die drei Zeitstrafen. Mit dem einen Punkt und der starken Leistung können die Bietigheimer trotz des Ärgers über den späten Punktverlust gelassen ins schwäbische Derby an diesem Samstag (20 Uhr) in der Ludwigsburger MHP Arena gegen den TV Neuhausen gehen.

Die Partie in der Kreissporthalle in Nordhorn verlief meist eng, Die Gastgeber legten einen Treffer vor, den die Bietigheimer schnell wieder ausglichen. Bei 7:5 kam die HSG erstmals zu einer Führung mit zwei Toren. Die hielt über 8:6 und 9:7 an, dann glich Lindt mit zwei Treffern zum 9:9 aus. Als Nordhorn erneut zwei Treffer vorgelegt hatte, war es diesmal Christian Schäfer, der mit einem Tor-Doppelpack für das 11:11 sorgte. Zur Pause waren es beim 15:13 wieder zwei Tore mehr für die HSG. "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut in der Abwehr gespielt. Jens Wiese hat von halblinks zu viele einfache Tore gegen uns erzielt", kommentierte SG-Trainer Mayerhoffer die ersten 30 Minuten. Mit der zweiten Halbzeit war er dann absolut zufrieden: "Da haben wir das alles deutlich besser gelöst und die Partie gedreht. Wir haben mit viel Leidenschaft ein gutes, kampfbetontes Spiel gemacht."

In der zweiten Halbzeit verschaffte sich zunächst die HSG mit dem 19:16 etwas Luft. Aber die Bietigheimer ließen sich nicht mehr aufhalten. Sie glichen mehrfach bis zum 25:25 aus und zogen dann davon. Thorsten Salzer, Timo Salzer und André Lohrbach sorgten mit ihren Toren bis zur 55. Minute für eine 28:25-Führung. Nach dem Anschlusstreffer durch Luca de Boer scheiterte Bietigheims Rechtsaußen Schäfer mit einem Siebenmeter an HSG-Schlussmann Björn Buhrmester. Hätte Schäfer zum 29:26 getroffen, wäre die Partie dreieinhalb Minuten vor Spielende wohl entschieden gewesen. So aber glichen Nicky Verjans per Siebenmeter und Bobby Schagen für die Nordhorner zum 28:28 aus.

41 Sekunden waren noch zu spielen, da gelang Lohrbach in Unterzahl das 29:28 für die Gäste. Als auch noch Timo Salzer raus musste, fand Terwolbeck die Lücke in der nur noch aus vier Mann bestehenden Bietigheimer Abwehr und glich zum 29:29-Endstand aus.

So spielten sie
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