Noch steht die Brandursache nicht fest, jedoch geht man nach ersten Erkenntnissen von der Einsatzstelle davon aus, dass Brandstiftung der Grund sein könnte, dass am späten Samstagabend eine Wohnung in dem sechsstöckigen Gebäude im Mittelrain komplett ausbrannte. Die Polizei hat dafür die Ermittlungen aufgenommen. Die Bewohnerin der Wohnung konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vernommen werden.

Gegen 23.10 Uhr am Samstagabend wurden die Feuerwehrleute zur Einsatzstelle gerufen, zunächst rückte nur die Schnaitheimer Feuerwehr aus - doch nachdem auf der Anfahrt weitere Notrufe eingingen, dass sich Bewohner des Hauses in den darüber liegenden Stockwerken bemerkbar machen würden, wurden auch noch Kräfte aus Heidenheim und Mergelstetten alarmiert. Insgesamt waren 13 Fahrzeuge im Einsatz und rund 60 Feuerwehrleute.

Rettung durch Treppenhaus nicht möglich

Für die 40 Bewohner des Hauses gestaltete sich die Lage deshalb schwieriger, weil eine Rettung durch das bereits stark verrauchte Treppenhaus nicht mehr möglich war. Die an der Einsatzstelle eintreffenden Rettungskräfte stellten schnell im 1. Stock des Gebäudes eine Wohnung in Vollbrand fest. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, die Wohnung ist unbewohnbar. Jedoch mussten die Bewohner der oberen Etagen zu ihrer eigenen Sicherheit bis zum Ende der Brandbekämpfung in ihren Wohnungen bleiben. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Insgesamt wurden vier Personen bei dem Einsatz wohl nur leicht verletzt und ins Klinikum gebracht. Alle Bewohner des Hauses waren zunächst in ein nebenliegendes Gebäude gebracht worden und dort in einer früheren Gaststätte ersten Untersuchungen unterzogen, bevor entschieden wurde, ob diese im Klinikum weiterbehandelt wurden.

Hydrant war zugeschneit

Schwieriger gestaltete sich für die Einsatzkräfte das Auffinden eines Hydranten, um daraus Löschwasser zu beziehen. Die Position war zwar schnell auszumachen, jedoch war dieser zugeschneit und musste erst von Feuerwehrkräften freigeschaufelt werden, um ihn nutzbar zu machen.

Auch das DRK zeigte mit 45 Einsatzkräften große Präsenz vor Ort, da angesichts der Lage (Wohnung in Vollbrand, weitere eingeschlossene Bewohner im Gebäude, unbenutzbares Treppenhaus, sodass eine Rettung auf diesem Weg nicht möglich war) auch mit schlimmerem gerechnet werden mussten. Insgesamt drei Notärzte, die Besatzungen von fünf Rettungswagen und vier Krankentransportwagen sowie weitere Kräfte wurden alarmiert.

Weitere Infos folgen.