Doppellizenz im Basketball

DIEWA 29.11.2013

Die "Sonderteilnahmeberechtigung, landläufig als Doppellizenz (DL) bekannt, ist eine "Erfindung" der Bundesliga. Diese Sonderregelung, die für Spieler der Altersklasse U 23 gilt (bei Spielern, die noch der Jugendklasse U 20 angehören, gibt es weitere Sonderregeln), zielt auf die Förderung des Basketball-Nachwuchses. Das bedeutet, dass Spieler, die zum Beispiel in der Bundesliga nur ein Bankdasein fristen, in einer unterklassigen Liga durch Spielpraxis auf das höchstmögliche Niveau gebracht werden sollen. Dabei ist am gleichen Wochenende der Einsatz nur in maximal zwei Spielen möglich. Ein Beispiel ist die Urspringschule: Dort laufen in der Pro A im Team Erdgas Ehingen/Urspringschule bis zu sieben Aktive auf, die am nächsten Tag in der NBBL (Nachwuchs-Basketball-Bundesliga) erneut die Stiefel schnüren können. Kritiker sprechen aber von Wettbewerbsverzerrung. Während die betroffenen Kooperationspartner durch geschickte Planung der Heimspiele (Samstag-Sonntag-Rhythmus) ihre Besten optimal einsetzen können, setzt es bei Auswärtsspielen ohne die Topspieler immer wieder Niederlagen, die dann Auswirkungen auf die Tabelle haben können.

Gefährliche Dreier-Schützen
Zurück zur Startseite