Probleme sofort melden Viele unseriöse Anbieter für Online-Software

Häufig verschleiern Software-Verkäufer im Netz, dass sie bereits gebrauchte Lizenzen verkaufen. Dies ist für den Laien auf den ersten Blick häufig nicht zu erkennen. Foto: Jochen Lübke
Häufig verschleiern Software-Verkäufer im Netz, dass sie bereits gebrauchte Lizenzen verkaufen. Dies ist für den Laien auf den ersten Blick häufig nicht zu erkennen. Foto: Jochen Lübke © Foto: Jochen Lübke
Berlin / DPA 23.11.2018

Ob bei Office-Paketen oder Steuerprogrammen: Wer Software im Netz nicht gerade direkt beim Hersteller kauft, kann auf viele Probleme stoßen. Das zeigt eine Untersuchung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv).

Im schlimmsten Fall erhielten Käufer trotz Zahlung keinen Lizenzschlüssel. Für Beschwerden oder Hinweise Betroffener hat der vzbv ein Online-Formular eingerichtet.

In ihrer Untersuchung bemängeln die Verbraucherschützer zudem, dass viele Anbieter nicht offenlegen, dass sie gebrauchte Softwarelizenzen anbieten. Warnsignale seien hier Abkürzungen wie OEM, Retail-Key, MAR- oder Recovery-Version. Zudem gab es bei Nachfragen und Problemen öfter keine Reaktion der Anbieter. Und viele Shops belehrten gar nicht oder an falscher Stelle über das Widerrufsrecht.

Unterm Strich zeige die Untersuchung, dass sich seriöse und unseriöse Software-Angebote nicht immer zweifelsfrei unterscheiden ließen, so das Fazit des vzbv. Auch hinter vermeintlich vertrauenswürdigen Seiten könnten dubiose Anbieter stecken: Weder die Preise noch das Seiten-Design seien sichere Indikatoren für Vertrauenswürdigkeit. Im Rahmen von Testkäufen erwarben die Verbraucherschützer sogar erfolgreich Lizenzschlüssel, die um 95 Prozent günstiger waren als die Hersteller-Preisempfehlung.

Beschwerdeformular für Probleme beim Softwarekauf

Hintergrundpapier "Probleme beim Software-Kauf im Internet"

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