San Jose / dpa, swp  Uhr
Mit einem neun entwickelten Hochleistungscomputer Mac Pro will Apple verlorenen Boden im Geschäft mit Profi-Nutzern gutmachen. Das Design erinnert an eine Käsereibe.

Apple will mit einem neuen Hochleistung-Computer verlorenen Boden im Geschäft mit Profi-Nutzern gutmachen. Der iPhone-Konzern stellte am Montag einen von Grund auf neu entwickelten Rechner der Reihe Mac Pro vor. Er soll ausreichend Kapazität zum Beispiel für professionelle Videoaufbereitung oder Musik-Komposition bieten. Unter anderem kann man damit mit mehreren Videos in extrem hoher 8K-Auflösung gleichzeitig arbeiten. Zusammen mit dem Mac Pro stellte Apple auch einen passenden neuen Monitor vor.

Rechenleistung wie ein Supercomputer

Um die Höchstleistung zu ermöglichen, arbeiten im Inneren des Mac Pro mindestens 32 GByte DDR4-266-Speicher. Der Arbeitsspeicher lässt sich aber auf bis zu 1,5TByte aufrüsten. Außerdem kann der Rechner auch mit einem Prozessor mit bis zu 28 Kernen und maximal 4 TB an SSD-Speicher geordert werden. Mit einer solchen Rechenleistung waren bis vor ein paar Jahren nur die weltweiten Top-10 der Supercomputer ausgestattet.

Die Preise für den Mac Pro beginnen bei 6000 US-Dollar. Wer alle Optionen voll ausschöpft, kann den Preis aber noch deutlich nach oben treiben. Ein vollausgebauter Mac Pro könnte bis zu 50.000 US-Dollar kosten. Dann ist das Ungetüm auch mit ansteckbaren Rollen ausgestattet, damit es sich bei Bedarf bewegen lässt.

Im scharfen Wettbewerb mit Rivalen wie Google und Samsung legt Apple bei der Software seiner Geräte nach. Neben vielen neuen Funktionen gibt es aber auch ein Hardware-Highlight: einen teuren Mac Pro für Profi-Nutzer.

Alter Mac Pro nicht mehr zeitgemäß

Apple hatte den Mac Pro zuletzt 2013 aktualisiert - und sich damals mit einem innovativen Design in eine technische Sackgasse manövriert. Der Konzern war davon ausgegangen, dass in leistungsstarken Computern mehrere Grafikkarten zusammenarbeiten werden und entwarf ein zylindrisches Gehäuse, in dem sie von durchströmender Luft gekühlt wurden. Doch in der Industrie setzte sich die Tendenz durch, den Arbeitsaufwand einer einzelnen hochgerüsteten Grafikkarte zu überlassen. Diese Modelle bekommt der Zylinder-Mac nicht gekühlt. Der Konzern kündigte deswegen bereits 2017 eine neue Version des Mac Pro in konventionellerer Bauweise an.

Der neue Mac Pro erinnert nun äußerlich an den Vorgänger des Zylinder-Modells, der wegen der markanten Löcher im Metall-Gehäuse den Spitznamen „Käsereibe“ bekam.

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