Handball Die Rhein Vikings sind Niederlagen nicht gewohnt

Düsseldorf / cp 26.08.2017

Der Neusser HV wurde in der Dritten Liga West mit der nahezu makellosen Bilanz von 29 Siegen und einem Unentschieden Meister. Saisonübergreifend ist die Mannschaft seit 32 Spielen unbesiegt. Die letzte Niederlage datiert vom 15. April 2016, damals verlor der NHV gegen den TV Leichlingen mit 33:35.

In der Zweiten Bundesliga startet der Neuling unter dem Namen Rhein Vikings. Dahinter verbirgt sich der Zusammenschluss zwischen dem Neusser HV und der Art Düsseldorf. „Wir hatten ein Spitzenteam, aber keine Halle. Düsseldorf hat eine sehr gute Jugendarbeit und Hallen. Der Zusammenschluss war für eine gemeinsame Zukunft der logische Schritt“, erklärt NHV-Geschäftsführer René Witte die Gründe der Zusammenarbeit.

Um für dieses Projekt in der Region eine Identifikation zu schaffen, entstand der Name Rhein Vikings. Die Wikinger wurden bei der Namensgebung berücksichtigt, weil sie in Neuss und Düsseldorf einst Waffenlager unterhalten haben sollen und weil sie Mut, Kampf, Selbstbewusstsein und Leidenschaft symbolisieren. Diese Attribute soll das Handball-Team von Trainer Ceven Klatt in der Zweiten Liga verkörpern.

Der ohnehin mit Spielern aus der Ersten und Zweiten Bundesliga besetzte Meisterkader wurde mit einem Quintett an starken Individualisten aus den beiden höchsten deutschen Spielklassen nochmals aufgewertet. Vom Erstliga-Absteiger Bergischer HC kamen Alexander Oelze für die „Königsposition“ im Rückraum, Linksaußen Christian Hoße und Rechtsaußen Nils Artmann. Vom TVB Stuttgart wechselte Kreisläufer Teo Coric ins Rheinland, und vom TV Neuhausen kam Andreas Bornemann für den rechten Rückraum. Die Stars des Teams sind Torhüter Vladimir Bozic, der vor seinem Engagement in Neuss in Katar gespielt hat, der in der Zweiten Liga bestens bekannte Daniel Pankofer (früher VfL Bad Schwartau) sowie Kapitän Bennett Johnen. Mit ihm, Heider Thomas und Dennis Aust stehen dem Neuling voraussichtlich drei wichtige Akteure wegen Verletzungen nicht zur Verfügung.

„Bietigheim ist ein absolutes Spitzenteam und wird sicher ganz oben mitspielen. Die SG ist ohne Zweifel klar der Favorit, und wir sind der Außenseiter“, gibt sich Vikings-Trainer Klatt vor der Zweitliga-Premiere am Sonntag bescheiden. „Gerade wegen der Ausfälle wird es wichtig sein, uns auf uns zu konzentrieren und unsere Stärke im Abwehrspiel in die Waagschale zu werfen. Zudem dürfen wir uns in der Offensive nicht allzu viele Fehler erlauben und müssen geduldig spielen, denn Bietigheims große Stärke ist das Umschaltspiel“, warnt Klatt. „Wir gehen gut vorbereitet in die Saison und freuen uns auf den Start“, so der Coach des Aufsteigers.