London Die Krux mit dem Modus: Manipulation möglich

Der neue Modus im Badminton macht Manipulationsversuche erst möglich. Foto: Neil Munns
Der neue Modus im Badminton macht Manipulationsversuche erst möglich. Foto: Neil Munns
London / dpa 01.08.2012
Für die Olympischen Spiele in London hat der Badminton-Weltverband seine Regeln geändert und damit ungewollt Manipulationen möglich gemacht.

Im Gegensatz zu bisherigen Turnieren wird der Badminton-Wettbewerb in London nicht mehr von Beginn an im K.o.-System gespielt, sondern zunächst in einer Gruppenphase. Da die letzten Paarungen nicht parallel stattfinden, sind Absprachen möglich oder freiwillige Niederlagen für den weiteren Turnierverlauf wie im aktuellen Fall der disqualifizierten Doppel aus China, Südkorea und Indonesien eventuell hilfreich.

Die Problematik betrifft prinzipiell alle Ballsportarten. Auch bei den Fußball-Frauen hätte es bei einem bestimmten Turnierverlauf bei den London-Spielen die Möglichkeit für Absprachen geben können, da die beiden besten Gruppendritten das Teilnehmerfeld im Viertelfinale komplettieren.

Im Fußball war bei Weltmeisterschaften nach der "Schande von Gijon" 1982 der Spielplan modifiziert worden. Deutschland und Österreich waren damals durch einen deutschen 1:0-Sieg in die nächste Runde eingezogen, Algerien konnte dem unwürdigen Treiben nur zuschauen. Danach legte die FIFA fest, dass abschließende Gruppenspiele zeitgleich stattfinden müssen.

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