Deutscher Topläufer verpflichtet

Topläufer Markus Weiß-Latzko startet künftig für das Sparda-Team Rechberghausen. Foto: Ulrich Scherbaum
Topläufer Markus Weiß-Latzko startet künftig für das Sparda-Team Rechberghausen. Foto: Ulrich Scherbaum
ROLF BAYHA 29.11.2012
Der deutsche Top-Langstreckenläufer Markus Weiß-Latzko wechselt zum Saisonende von der LAV Tübingen zum Sparda-Team Rechberghausen und setzt sich selbst hohe Ziele für das kommende Jahr.

Bei den Läufern des Göppinger Leichtathletikkreises ist der Name des 28 Jahre alten Tübingers Markus Weiß-Latzko seit 2011 bekannt, denn er konnte beim Auftaktlauf der DJK-Winterlaufserie mit einem neuen Streckenrekord auf dem zehn Kilometer langen Parcours auf sich aufmerksam machen. In 31:30 Minuten lief er damals im Göppinger Bürgerhölzle Hand in Hand mit seinem damaligen Teamkollegen Zelalem Martel von der LG Neckar-Enz unter das Zielband und knackte den Rekord von John Schondelmayer um zwölf Sekunden.

In der laufenden Saison setzte der Jurist als schnellster Deutscher beim Berliner Halbmarathonlauf im April in 1:05:50 Stunden ein weiteres Zeichen. Im Oktober beim Frankfurt-Marathon verpasste er als zweitschnellster Deutscher in 2:18:06 Stunden die WM-Team-Norm bei winterlichen Bedingungen mit 66 Sekunden nur knapp, weil er nach dem ungeplanten Ausstieg seines Tempomachers schon nach neun Kilometern alleine gegen die Uhr laufen musste. Weiß-Latzko kam erst 1995 zur Leichtathletik, nachdem er als Jugendlicher Fußball und in der Hochburg Bittenfeld Handball gespielt hatte. Bis 16 kämpfte er mit dem braunen Gürtel im Taekwondo um Erfolge. Im Laufsport war er in Württemberg schon nach kurzer Zeit im vorderen Bereich dabei.

Unter seinem damaligen Trainer Reiner Müller lief er bei der DM 2003 in 30:55,17 Minuten über 10 000 Meter auf den sechsten Platz der U 23 (11. Platz Männer). Während seines Studiums in Tübingen trainierte der angehende Jurist bei Dieter Baumann und lief 2007 auf der 5000 m-Strecke mit 14:27,11 Minuten eine beeindruckende Zeit.

2009 kehrte er nach seinem Examen zu Reiner Müller zurück und rannte bei seinem ersten Halbmarathon bei der DM in 1:06:13 Stunden gleich auf den vierten Platz. Mit seinem Sieg beim Stuttgart-Lauf im Halbmarathon 2011 mit Streckenrekord und seinem Berliner Marathon-Debüt in deutscher Jahres-Bestzeit von 2:19:03 Stunden waren dann die Würfel für die Langstrecke endgültig gefallen.

Mit seinem Wechsel von der LAV Tübingen nach Rechberghausen hat sich Weiß-Latzko neue Ziele gesetzt. Er will seine Bestzeit auf der klassischen Distanz wesentlich steigern, um sich für internationale Rennen, möglichst die WM 2013 in Moskau und die EM 2014 in Zürich, zu qualifizieren.

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