Frauenhandball Deutscher Meister peilt das Final Four an

Antje Lauenroth, hier gegen Buxtehude am Ball, will sich mit der SG BBM auch gegen den Thüringer HC behaupten – und mit einem Auswärtssieg ins Final Four in Stuttgart einziehen.
Antje Lauenroth, hier gegen Buxtehude am Ball, will sich mit der SG BBM auch gegen den Thüringer HC behaupten – und mit einem Auswärtssieg ins Final Four in Stuttgart einziehen. © Foto: Martin Kalb
bz 13.01.2018

Nach dem erfolgreichen Start ins neue Jahr geht es für die SG BBM Bietigheim nun auch im DHB-Pokal weiter. Im Viertelfinale kämpft der deutschen Meister der Handball Bundesliga Frauen (HBF) am Sonntag (14 Uhr) beim Thüringer HC, um den Einzug ins Olymp Final Four. Das Duell, das in der Wiedigsburghalle Nordhausen ausgetragen wird, ist das Spitzenspiel dieser Runde, empfängt doch der Bundesliga-Tabellenführer aus dem Freistaat den Tabellenzweiten aus dem „Ländle“.

Der THC, Pokalsieger von 2011 und 2013, schaltete nach einem Freilos in Runde eins erst die Ibbenbürener Spielvereinigung aus, ehe er im Achtelfinale die HSG Blomberg-Lippe schlug. Im vergangenen Jahr war für die Thüringerinnen im Halbfinale des Final Four gegen die TuS Metzingen Schluss. In der Liga steht die Mannschaft von Trainer Herbert Müller derzeit mit 18:2 Punkten nach zehn Spielen auf dem ersten Tabellenrang. Vor einer Woche musste der Spitzenreiter jedoch eine unerwartete 27:30-Niederlage bei den Bad Wildungen Vipers verkraften. Damit war die bis dato weiße Weste dahin.

Nach der deutlichen 22:29-Niederlage der SG BBM Ende Oktober im Ligaspiel in Thüringen liegt die Favoritenrolle bei den Gastgebern. Die Bietigheimerinnen fahren jedoch hochmotiviert nach Nordhausen und wollen unbedingt ins Final Four 2018 in Stuttgart einziehen. Die Freude war groß im SG-Lager, als der Champions-Leage-Teilnehmer zu Beginn der Woche die Vertragsverlängerung mit Spielführerin Kim Naidzinavicius bekannt gegeben hat. Die Kapitänin fällt mit ihrer Verletzung am linken Kreuzband jedoch weiter aus.

Trainer Martin Albertsen freut sich auf die Partie in Thüringen: „Das Spiel beim THC wird für uns zu einer Herkulesaufgabe. Zu Hause ist Thüringen der klare Favorit. Wir müssen sehr clever agieren, um die Überraschung zu erreichen“, sagt der Däne, der seine Mannschaft in einer guten Verfassung sieht: „In den letzten Spielen hat unser Team überzeugt. Die Mädels waren aggressiv, hatten viel Bewegung mit und ohne Ball und hatten auch bei den ganzen Ausfällen der vergangenen Wochen immer den Glauben an sich selbst.“ Nach der DHB-Pokal-Partie am Sonntag empfängt Bietigheim am Samstag, 20. Januar, in der Halle am Viadukt den THC-Bezwinger Bad Wildungen Vipers zum ersten Heimspiel im neuen Jahr.

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