Handball Desolate Leistung von vorne bis hinten

Fellbach / dz 10.10.2017

Nach drei Heimspielen ohne Niederlage wurden die Landesliga-Handballer des TSV Bönnigheim in ihrem ersten Saison-Auswärtsspiel vom Tabellenletzten TSV Schmiden 2 mit 32:21 förmlich überrollt und deklassiert. Es war eine ordentliche Schlappe für die Bönnigheimer, bei denen kein Spieler seine Normalform erreichte. Im Angriff gab es technische Fehler in Hülle und Fülle, das Spiel über den Kreis funktionierte auf Grund größtenteils kopfloser Anspielversuche überhaupt nicht. Und die Abwehr verdiente an diesem Tag ihren Namen nicht. Aber auch von den Torhütern kam zu wenig Unterstützung, so dass Schmidens Rückraumshooter Matthias Fischer auf Grund der gegnerischen Passivität schalten und walten konnte, und den Gästen gleich 16 Tore, davon drei per Siebenmeter, einschenkte. Schon in der letzten Saison kam Bönnigheim in Schmiden gehörig unter die Räder, verlor da mit 24:34.

Trainer Kaiser leidet

Der Bönnigheimer Trainer Sven Kaiser litt sichtlich unter der schwachen und indisponierten Vorstellung seines Teams. „Wir waren viel zu brav. Das war ein Debakel sondersgleichen. Zu keiner Zeit haben wir es geschafft, annähernd unsere Leistung abzurufen“, brachte er die ideenlose und ängstliche Vorstellung seines Teams auf den Punkt. „Aber das gibt es im Sport, manchmal läuft dann halt gar nichts mehr“, so Kaiser.

Dabei starteten die Gäste ordentlich, führten nach vier Minuten durch Czapek und Zäh (Siebenmeter) mit 2:0. In dieser Anfangsphase hatten die Schmidener ihr Visier noch nicht richtig eingestellt, trafen gleich drei Mal den Pfosten und konnten auch zwei Tempogegenstöße nicht verwerten. Beide Teams agierten zunächst äußerst fahrig, ehe die Gastgeber beim 5:4 (14.) erstmals in Führung gehen konnten. Sie bauten den Vorsprung über 11:6 (21.) auf 15:7 (26.) aus. Da hatte Fischer, der durch die Passivität der Bönnigheimer Abwehr aufblühte, schon sieben Tore erzielt. Zur Halbzeit lag Schmiden, das mit 2:8 -Punkten weiterhin am Tabellenende steht, mit 16:11 vorne.

Die Gäste schienen sich mit einem 4:1-Lauf kurz vor der Pausensirene gefangen zu haben. Aber auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden zu viele Bälle weggeworfen, die Fehlerzahl blieb enorm hoch, so dass der TSV Schmiden immer wieder zu Gegenstößen regelrecht eingeladen wurde. Das Debakel zeichnete sich ab, als die Gastgeber nach dem 19:12 auf 22:13 (42.) davonzogen. Der Widerstand der Gäste war da längst gebrochen.

TSV Bönnigheim: Kellner, Schelling; Oeschger, Track (1), Mathias Hepperle (1), May (4), Schuster (2), Dominic Zäh (5/4), Patrick Stierl (2), Zundel, Czapek (4), Strapko (2).