Der Wunschtrainer kommt doch noch

DETLEF GRONINGER 22.09.2012
Frank Kaspari ist neuer Trainer der Fußball-A-Junioren des SSV Ulm 1846. Vorgänger Uwe Fechter musste nach seiner öffentlichen Kritik gehen. Mit Kaspari bekommen die Ulmer nun doch ihren Wunsch-Coach.

Uwe Fechter hatte am 10. September nach dem 1:2 des SSV 46 in der A-Junioren-Oberliga beim VfR Aalen in der Presse Verfehlungen in der jüngeren Vergangenheit in der Jugendarbeit angeprangert. Was ihm von Klub-Offiziellen als vereinsschädigendes Verhalten ausgelegt wird. Jugendleiter Bruno Wanderer: "Der Artikel führte zur Trennung von Uwe Fechter."

"Wir haben mit fünf Spielern gesprochen, die vor einem Jahr von Ulm gegangen sind. Sie wollten aber wegen den Vorgängen und den damals maßgebenden Personen bei den A-Junioren nicht mehr zurückkommen", betont Fechters Co-Trainer Michael Swensson, der die ihm von Wanderer nun neu angebotene Position als Assistent bei den C-Junioren ablehnte. Wobei der vorherige U-17-Trainer Fechter, der davon ausgegangen ist weiterhin die Oberliga-B-Junioren zu betreuen, nur die Zweitlösung als A-Junioren-Kommandogeber gewesen war. Der in Schlat wohnende Frank Kaspari war vor der Saison für diese Position vorgesehen, entschied sich dann aber als A-Junioren-Trainer für den 1. FC Heidenheim. Dort trat er noch vor Beginn seiner Vereinbarung erst gar nicht an. Geschäftsführer Holger Sanwald: "Der Verein und Frank hatten bei der sportlichen Zielsetzung und der Kaderzusammenstellung eine unterschiedliche Auffassung."

Nun kommt es zum zweiten Fußball-Kapitel zwischen den jungen Spatzen und Kaspari, der die A-Junioren im März 2009 nach dem Tod von Hermann Badstuber übernommen und 2010 in die Bundesliga geführt hatte. Zudem war er vier Wochen Interimstrainer der damaligen Regionalliga-Herrenmannschaft. Seine Premiere feiert Kaspari, einstmals unter seinem Kumpel Markus Gisdol Co-Trainer beim SC Geislingen und Chefcoach der Geislinger U23, am Sonntag um 14 Uhr mit der Partie beim SV Sandhausen.

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