Anzeige Der wahre Held am Grill

STEFANIE MÜLLER / NAK 05.06.2014
Der Grillmeister ist wichtig, aber die Hauptperson ist das Grillgut!
Steaks grillen ist nicht ganz einfach, aber auch keine „Rocket Science“ - man muss nur üben. Wer die Kunst des richtigen Steakbratens beherrscht, ist der Held am Grill.

Ein Steak kommt vom Rind, alles ­andere ist für echte Grillfans fast schon Blasphemie. Das Fleisch sollte gut marmoriert, ­seine Farbe nicht zu dunkel, aber auch nicht zu leuchtend rot sein und das Fett weiß. Etwa eine Stunde vor der Zubereitung sollte das gute Stück aus dem Kühlschrank geholt werden.
Zeit ist beim Grillen ein wichtiger Faktor, denn wer es hier zu eilig hat, wird im schlimmsten Fall ein Steak servieren, das nach Anzünder schmeckt. Der richtige Moment zum Fleischauflegen ist genau dann, wenn die Kohle von einer weißen Ascheschicht überzogen ist. Insgesamt sollte man einfach mal einen Gang runterschalten, denn zu große Hitze schadet dem Fleisch – es wird dann außen schwarz und bleibt innen roh – keine Heldentat. ­Tabu ist auch das Ablöschen mit Bier, denn die Marinade wird abgespült, die Kohle gelöscht und die Asche aufgewirbelt, die dann nicht gerade dekorativ am Fleisch klebt. Wer auf Bieraroma steht, sollte das Fleisch lieber im Gerstensaft marinieren. Für Steaks ist ein Grill mit Deckel perfekt, damit ist das sogenannte „indirekte Grillen” möglich. Dabei werden die Steaks direkt über der Kohle scharf angebraten, auf jeder Seite ungefähr zwei Minuten. Zum langsamen ­Garziehen kommen die Steaks dann für zehn Minuten außen auf den Rost. So ­werden sie genau medium. Das geht aber eben nur, wenn der Grill einen Deckel hat. Der muss zum Garziehen geschlossen werden, sonst stimmt die Temperatur nicht.  Wer noch nicht zu hungrig ist, sollte die Steaks nun in Alufolie packen und ihnen fünf Minuten Zeit gönnen. Denn durch die Hitze des Grills wird das Wasser im Fleisch nach innen gedrängt, weil es in die ent­gegengesetzte Richtung der hohen Temperatur diffundiert. Damit sich alle Säfte wieder verteilen können, sollte man ihm also etwas Ruhezeit gönnen. Dann wird das Fleisch lecker gewürzt (nicht vor dem ­Braten, denn sonst geht die Würze in Flammen auf).