Freudental Der SVF empfängt am zehnten Bezirksliga-Spieltag den SV Germania

Auf sie mit Gebrüll: Mariano Vivenzio (links) tritt mit dem GSV Pleidelsheim am Sonntag daheim gegen TKSZ Ludwigsburg an. Srdan Stevanovic geht mit dem SV Freudental im Derby gegen den SV Germania Bietigheim auf Torjagd.
Auf sie mit Gebrüll: Mariano Vivenzio (links) tritt mit dem GSV Pleidelsheim am Sonntag daheim gegen TKSZ Ludwigsburg an. Srdan Stevanovic geht mit dem SV Freudental im Derby gegen den SV Germania Bietigheim auf Torjagd. © Foto: Avanti
ANDREAS EBERLE 19.10.2013
Das Derby zwischen dem SV Freudental und dem SV Germania Bietigheim steht im Brennpunkt des zehnten Spieltags der Fußball-Bezirksliga. Heimspiele haben am Sonntag auch der GSV Pleidelsheim (gegen TKSZ Ludwigsburg) und der FV Ingersheim (gegen Illingen).

Matthias Schmid, der Coach des SV Germania Bietigheim, ist vom bisher eher mäßigen Abschneiden des SV Freudental in der laufenden Bezirksliga-Saison überrascht. Vor allem die hohen Pleiten des SVF beim TSV Merklingen (1:7) und beim SV Kornwestheim (1:5) haben ihn stutzig gemacht. "Die Freudentaler stehen schlechter da, als sie sind. Mit ihrem Kader müssten sie eigentlich unter den besten fünf Mannschaften sein", findet der Aufstiegstrainer der Germanen.

Am Sonntag (15 Uhr) kann sich Schmid selbst ein Bild machen von dem Klub, den er vor der Saison zum Favoritenkreis gezählt hatte. Denn da treffen die beiden Lokalrivalen in Freudental direkt aufeinander. Zuletzt immerhin zeigte bei den Gastgebern die Formkurve nach oben: Aus den zwei Partien gegen Lomersheim (3:1) und Löchgau II (1:1) holte der aktuelle Tabellenneunte vier Punkte. Entsprechend viel Gegenwehr erwartet Schmid. "Das wird eine schwere Aufgabe für uns, aber wir wollen unseren Aufwärtstrend fortsetzen", sagt der Bietigheimer Übungsleiter. In der vorigen Runde hatte es dieses Duell im Bezirkspokal gegeben. Damals setzte sich der SV Germania im Elfmeterschießen durch. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden.

Beim Aufsteiger aus dem Ellental droht Norman Röcker auszufallen - der Torjäger leidet an muskulären Problemen. Sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig nach dem Warmmachen. Nach einem dreiwöchigen Mexiko-Trip kehrt Marcel Weber in die Bietigheimer Startelf zurück.

Der Spitzenreiter FV Ingersheim bekommt es am Sonntag im Sportzentrum Fischerwörth ebenfalls mit einem Neuling zu tun. Gegner ist der SV Illingen, der momentan den drittletzten Platz belegt. "Wenn alles normal läuft, müsste es einen Dreier für uns geben", sagt FVI-Coach Fritz Schweizer. Etwas vorsichtiger ist Klaus Zürn. "Es ist immer schwer, gegen einen Aufsteiger zu spielen. Das wird kein Selbstläufer", gibt der Ingersheimer Manager zu bedenken. Bei den Hausherren fehlen der beruflich verhinderte Offensivmann Alen Lehecka sowie Daniel Frank (Bänderriss). Philipp Lauer, der seinen Nasenbeinbruch auskuriert hat, soll bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Schweizer hofft insbesondere wieder auf Tore von Neuzugang Gino Russo: "Bei ihm zeigt die Formkurve stark nach oben."

Ein Stürmerproblem beklagt Coach Thilo Koch vor dem Heimspiel seines GSV Pleidelsheim gegen TKSZ Ludwigsburg. Beim Tabellenvierten sind Fabio Giunta (Prellung) und Marco Montesano (Becken- und Hüftprobleme) stark angeschlagen. Ob die zwei Torjäger mitwirken können, ist fraglich. "Das kann man sich nicht aussuchen. Sollten die beiden ausfallen, müssen halt andere die Tore schießen", sagt Koch. Immerhin kommt Thomas Lauritsen nach seiner Reha zumindest wieder für einen Kurzeinsatz in Frage. Die Ludwigsburger haben bisher als Aufsteiger eine gute Rolle gespielt. Sie stehen mit 14 Punkte auf Rang acht und damit im breiten Mittelfeld der Tabelle.

Der sechstplatzierte FV Löchgau II muss bereits heute (17 Uhr) auswärts ran: Beim ambitionierten Dritten TSV Merklingen ist die Elf von Trainer Thomas Herbst, die seit fünf Begegnungen ungeschlagen ist, diesmal allerdings nur Außenseiter.