• Ab 01.11.2021 bekommen Ungeimpfte keine Entschädigung mehr, wenn sie wegen einer Quarantäne nicht zur Arbeit gehen können
  • Zudem sind Corona-Tests ab 11.10.2021 nicht mehr kostenlos
  • Das Ende der Lohnfortzahlung wurde vergangene Woche beschlossen
  • Doch nicht-geimpfte Beamte sollen laut bild.de nicht vom Ende der Lohnfortzahlung für ungeimpfte betroffen sein und weiter Geld bei Verdienstausfall bekommen
In der Corona-Krise müssen sich Nicht-Geimpfte im Herbst auf mehr finanzielle Erschwernisse gefasst machen. Für Verdienstausfälle wegen einer angeordneten Quarantäne soll es für die meisten spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr geben. Das beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern mehrheitlich bei Beratungen am Mittwoch (22.09.). Greifen soll dies für alle, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können.
Ab 11. Oktober müssen Schnelltests, die etwa beim Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen zu nutzen sind, meist selbst bezahlt werden.

Kein Lohn bei Quarantäne: Sind Beamte ausgenommen?

Am Freitag, 24.09.2021 berichtet die „Bild“, dass das Ende der Lohnfortzahlung für alle Ungeimpften gelte – nur nicht für Beamte, die Angestellte des Staates sind.
„Während der Staat die Regeln für ungeimpfte Normal-Bürger massiv verschärft, sind Staatsdiener, die Beamte sind, von der Verschärfung ausgenommen,“ schreibt die Bild auf ihrer Webseite. Begründet wird dies damit, dass die Gehälter von Beamten gesetzlich geregelt seien, so die „Bild“ weiter. Somit müsste das Besoldungsgesetz geändert werden – was wohl ein großer bürokratischer Aufwand wäre.

Verdienstausfall: Spahn verteidigt Pläne

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das Auslaufen der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Corona-Quarantäne verteidigt: „Impfen schützt Gesundheit. Und jetzt spart es auch noch Geld. Das dürfte viele überzeugen“, sagte Spahn der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).
Es sei nicht davon auszugehen, dass die Quarantäneauflagen nun vielfach gebrochen würden, wovor neben anderen der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gewarnt hat: „Wer Quarantäneauflagen nicht befolgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Und das wird kontrolliert und mit empfindlichen Strafen geahndet“, sagte Spahn: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das viele riskieren werden.“
Das vom Bundestag beschlossene Infektionsschutzgesetz lege ausdrücklich fest, dass keine Ersatzleistung gezahlt werde, wenn eine empfohlene Schutzimpfung verfügbar sei, betonte Spahn. Dies sei eine "Frage der Fairness". Wer sich selbst schütze, könne zurecht fragen, warum er für jemanden, der nicht geimpft ist und deshalb in Quarantäne müsse, mitzahlen solle. Mit der Entscheidung gegen eine Impfung sei eben die Verantwortung verbunden, "finanzielle Folgen zu tragen".

Stiko-Empfehlung zu Dritter Corona-Impfung und paralleler Grippe-Impfung

Am Freitag, den 24.09.2021, hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung zur Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus (Dritter Impfung) und zur Parallel-Impfung gegen Influenza (Grippeimpfung) veröffentlicht. Was soll laut Stiko beachtet werden und für wen gilt die Empfehlung zur Dritten Corona-Impfung? Alle Infos und Empfehlungen zur Auffrischungsimpfung und parallelen Grippe-Impfung.