Bietigheim-Bissingen Chancen auf die Meisterrunde: Handballerinnen der SG BBM in Oldenburg

Bietigheim-Bissingen / CLAUS PFITZER 09.11.2013
Im letzten Auswärtsspiel der Bundesliga-Vorrunde spielen die Handball-Frauen der SG BBM Bietigheim an diesem Sonntag um 16.30 Uhr beim Tabellennachbarn VfL Oldenburg. Die SG BBM hat durchaus die Chance, im neuen Jahr an der Meisterrunde teilzunehmen.

In der Vorrunde der Bundesliga müssen die Frauen der SG BBM Bietigheim noch die Auswärtspartie an diesem Sonntag beim VfL Oldenburg sowie am 20. November das Heimspiel gegen den Pokal-Viertelfinalgegner Buxtehuder SV absolvieren. Mit zuletzt vier Heimsiegen in Folge und einer Serie von 6:0 Punkten aus den letzten drei Partien haben sich die Bietigheimerinnen in der Tabelle auf Rang fünf vorgearbeitet. Der Abstand zum Tabellenletzten Trier beträgt bereits satte acht Punkte. Mit diesem Polster und angesichts der stetig steigenden Leistungskurve ist das Thema Klassenerhalt für den Aufsteiger praktisch durch. Die SG BBM hat sogar die Chance, sich unter den ersten sechs Mannschaften in der Tabelle zu behaupten und den Einzug in die Meisterrunde zu schaffen.

Nachdem zuletzt die Neuzugänge Annamaria Ilyes und vor allem Zana Covic nach gewissen Anlaufschwierigkeiten mit überragenden Leistungen geglänzt und die Erwartungen erfüllt haben, scheint nun auch Nastja Antonewitch, zusammen mit Ilyes von TuS Metzingen zur SG BBM gewechselt, "angekommen" zu sein. Sie lieferte zuletzt im Pokalspiel in Neckarsulm eine starke Vorstellung, die sie mit acht Toren garnierte, ab. Auch Milena Rösler und die lange verletzte Zsuzsanna Hegyi zeigten ihrem Trainer, dass er jederzeit auf sie bauen kann.

An diesem Sonntag sind die Bietigheimer in der EWE Arena beim VfL Oldenburg (12:6) zu Gast. Nur zwei Punkte trennen die SG BBM vom Tabellenvierten, der bislang alle vier Heimspiele dieser Saison gewonnen hat.

Oldenburg hat es zum Vorrundenausklang mit zwei schwäbischen Teams zu tun. Der Heimpartie gegen Bietigheim folgt vor der Weltmeisterschafts-Pause noch das Gastspiel bei Frisch Auf Göppingen. Bei Punktverlusten würde der VfL wohl seinen vierten Tabellenplatz verlieren. Eng gedrängt präsentiert sich die von den Oldenburgerinnen angeführte Gruppe hinter den Spitzenteams Thüringer HC und HC Leipzig. "Diese Liga ist ausgeglichen wie nie", sagt der langjährige VfL-Trainer Leszek Krowicki. "Mit dem dritten Platz hätten wir unser Soll übererfüllt - wir wissen aber auch, wie eng es hinter uns zugeht." Unter Druck stehe seine Mannschaft gegen den starken Aufsteiger aus Bietigheim nicht: "Wir werden diese Partie natürlich ernsthaft angehen. Die Ergebnisse des Gegners lassen auch gar nichts anderes zu. Aber wir setzen auch auf unsere Heimstärke und die Unterstützung des Publikums."

Problemlos lief die bisherige Spielzeit nicht ab. Nicht unbedingt erwarteten Siegen wie gegen Buxtehude oder zu Saisonbeginn bei Bayer Leverkusen stehen auch enttäuschende Auftritte wie vor einem Monat im DHB-Pokal gegen die HSG Blomberg-Lippe gegenüber. Rückraumspielerin Julia Wenzl mahnt aber zu Geduld. Jahrelang habe sich das Team kaum verändert. Nun mit fünf neuen Spielerinnen, mussten "wir erstmal unsere Spielweise aufeinander einstellen".

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