London Brodmeier guter Fünfter mit Sportgewehr liegend

dpa 03.08.2012
Daniel Brodmeier aus Niederlauterbach hat mit Platz fünf für eine positive Überraschung bei seinen ersten Olympischen Spielen geschafft.

Der 24 Jahre alte Gewehrschütze zeigte auf dem Schießstand der königlichen Artillerie-Kasernen in London eine tadellose Leistung und errang den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere. Es siegte der Weißrusse Sergej Martinow, die im Vorkampf den Weltrekord von 600 Ringen egalisiert hatte, mit 705,5 Ringen vor dem Belgier Lionel Cox (701,2) und dem Slowenen Rajmond Debevec (701,0).

"Das ist ein geiles Ergebnis. Es war ein extrem schwerer Wettkampf für mich. Ich bin durch die Hölle gegangen", sagte Brodmeier, der auf 698,2 Ringe kam. In der Vorwoche hatte er noch krank im Bett gelegen. Bisher hatte Brodmeier nur im Junioren-Bereich als WM-Zweiter 2006 in Zagreb mit dem Sportgewehr auf sich aufmerksam gemacht. "Das ist eine absolut positive Überraschung", meinte Gewehr-Bundestrainer Claus Dieter Roth sichtlich beeindruckt. Maik Eckhardt aus Dortmund wurde in der Qualifikation 37.

Schon im Stechen der neun Starter behielt Brodmeier die Nerven und zog mit 52,3 Ringen in 45 Sekunden als Bester ins Finale der letzten Acht ein. Jubelnd riss er die Arme nach oben. Immerhin hatte er die mitfavorisierten Michael McPhail (USA), Peter Sidi (Ungarn), Nemanja Mirosavljev (Serbien)und den Russen Artem Chadjibekow bezwungen.

"Das ist ein echter Triumph für uns. Mein Mann, der daheim wohl Jubelrunden dreht, und ich sind dicke mit Daniel befreundet. Wir sind so happy, dass er das geschafft hat", sagte Sportgewehr-Weltmeisterin Barbara Engleder als Augenzeugin und umarmte den Teamkollegen innig.