London Boxverband korrigiert erneut Urteil

Der Japaner Satoshi Shimizu wurde auch bereits nachträglich zum Sieger erklärt. Foto: Larry W. Smith
Der Japaner Satoshi Shimizu wurde auch bereits nachträglich zum Sieger erklärt. Foto: Larry W. Smith
London / dpa 04.08.2012
Der internationale Boxverband AIBA hat erneut das Urteil eines Kampfes beim olympischen Turnier korrigiert. Ursprünglich war der Inder Krishan Vikas im Achtelfinalkampf des Weltergewichts gegen den Amerikaner Errol Spence zum 13:11-Punktsieger erklärt worden.

Nach Auswertung des Videos drehte die AIBA das Urteil in ein 15:13 für Spence. Der Amerikaner steht damit im Viertelfinale gegen den Russen Andrej Samkowoi. Der WM-Dritte aus Indien hatte laut AIBA mehrere Fouls begangen, die nicht in Verwarnungen und daraus resultierende Punktgewinne für Spence umgewandelt worden seien.

Zuvor hatte der Weltverband bereits ein Urteil korrigiert. Im Bantamgewicht wurde der Japaner Satoshi Shimi nachträglich zum Sieger gegen den Aserbaidschaner Magomed Abdulhamidov erklärt. Der turkmenische Ringrichter und ein AIBA-Funktionär des aserbaidschanischen Verbandes sind in der Folge von den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden.

Mit der Korrektur von Urteilen geht die AIBA einen neuen Weg. Bislang wurden Fehlurteile zwar bedauert, aber als Tatsachenentscheidungen hingenommen.