Ulm/Erbach / Stefan Czernin Für Oberstaatsanwalt Christof Lehr steht im Erbacher Blutrache-Prozess fest: Der Angeklagte war in des Mordkomplott eingeweiht. Die Anklage fordert eine lebenslange Haft.

Für Oberstaatsanwalt Christof Lehr steht  im Erbacher Blutrache-Prozess fest: Der Angeklagte war früh und umfänglich in das Mordkomplott eingeweiht. Und das Opfer, ein 19 Jahre alter Albaner, musste im Zuge einer Blutrache-Fehde zwischen zwei verfeindeten albanischen Familien sterben, die seit 2000 nunmehr fünf Tote gefordert hat.

Die Verteidigung versucht weiter, die Anklage in Zweifel zu ziehen. Am 13. März plädiert der Staatsanwalt.

Nach seinem zweieinhalbstündigen Plädoyer forderte Lehr eine lebenslange Haft wegen Mordes gegen den Angeklagten mit albanischen Wurzeln aus dem Raum Göppingen zu verhängen. Die Anklage sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte und ein Komplize im April 2017 das spätere Opfer unter an einem Vorwand an einen Erbacher Anglersee gelockt und dort mit einem Hammer erschlagen haben. Die Leiche versenkten sie in einem Gewässer. Die Verteidigung plädiert am 27. März.

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