Autofahrer, die am Montagabend auf der Autobahn 8 von in Richtung Stuttgart unterwegs sind, mussten sich erneut nach gleich zwei Unfällen im Bereich der Anschlusstelle Ulm-West auf erhebliche Behinderungen bis spät in die Nacht einstellen. Erst gegen 2.30 Uhr war die Strecke wieder komplett für den Verkehr frei - alle Fahrzeuge waren geborgen und die Unfallstellen geräumt, wie die Polizei am Dienstagmorgen auf Nachfrage bestätigte.

Zwei schwere Unfälle vor wenigen Tagen

Bereits am 28. Februar und in der Nacht auf den ersten März war es zu zwei Unfällen auf der A8 bei Ulm gekommen. Auch hier war der Schaden hoch und Verkehrsteilnehmer mussten lange Staus in Kauf nehmen. Bei diesen Unfällen gab es zudem mehrere Verletzte.

Laster landet auf Betonmauer

Wie die Polizei berichtet, kam bei dem Unfall am 4. März gegen 18.40 Uhr ein mit Papierrollen beladener spanischer Lkw im Baustellenbereich auf Höhe der Anschlussstelle Ulm-West zu weit nach rechts. Er überfuhr mehrere Warnbaken und krachte schließlich in die Betonwand, die in diesem Bereich die Ausfahrt von der Autobahn trennt. Der Lkw kam dabei auf den Betonelementen zum Stehen. Durch den Unfall wurde seine Ölwanne aufgerissen, rund 25 Liter Öl flossen auf die Fahrbahn.

Der 56-jährige Fahrer blieb unverletzt, der Sattelzug jedoch war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 60.000 Euro.

Polizei sucht Zeugen zur Klärung der Unfallursache

Zu hohe Geschwindigkeit könnte ersten Ermittlungen zufolge eine Ursache für den Unfall gewesen sein. Der Fahrer des Lkw gab jedoch an, von einem Pkw behindert worden zu sein. Die Ermittler suchen daher Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben. Diese sollen sich unter der Nummer 07335 - 96260 melden.

Baden-Württemberg/Bayern

Vollsperrung der Autobahn - und noch ein Unfall

Für die Bergung des Unfallfahrzeugs musste die Autobahn zeitweise vollgesperrt werden. Es bildete sich ein Rückstau bis zur Raststätte Seligweiler. In diesem kam es gegen 22 Uhr zu einem weiteren Unfall: Ein rückwärts rollendes Fahrzeug rammte einen DHL-Laster. Die Bergungen und Aufräumarbeiten liefen noch bis etwa 2.30 Uhr. Die Polizei ging bei ersten Schätzungen davon aus, dass die Behinderungen nur bis Mitternacht andauern würden.

Verletzte und Schaden

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gibt es keine Verletzten bei den beiden Unfällen. Die Schadenhöhe bei dem Unfall des Lasters liegt bei insgesamt rund 60.000 Euro. Davon etwa 50.000 Euro Schaden am Lkw und rund 10.000 Euro Schaden an der Betonmauer. Über die Schadenhöhe des zweiten Unfalls konnte die Polizei bisher noch keine Angaben machen.

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