Während der vierwöchigen Sonderkontrollen des Zolls auf der Rastanlage Ulm-Dornstadt wurden insgesamt 139 Beanstandungen notiert und 46 Strafverfahren eingeleitet. In 75 Fällen kam es zur Nachversteuerung von Schmuggelware. Die Gesamteinnahmen daraus bezifferten sich auf mehr als 40.000 Euro. Das teilt das Hauptzollamt Ulm mit.

Zwei Personen verhaftet

Bei den Kontrollen beschlagnahmten die Beamten 37.340 geschmuggelte Zigaretten sowie 24 Waffen. Außerdem wurden 112 Schmuckstücke aus Gold - geschmuggelt aus der Türkei - entdeckt.
13 Mal wurden Verwarnungen (45 Euro Verwarnungsgeld) wegen Nichtbeachtens des Haltesignals ausgesprochen, in 18 Fällen polizeiliche Verstöße festgestellt, darunter das Fahren unter Drogeneinfluss und gefälschte Führerscheine. Zwei Personen, die per Haftbefehl gesucht wurden, konnten festgenommen werden.

Goldbarren bei Zoll-Kontrolle entdeckt

In der letzten Kontrollwoche fanden die Beamten dann sechs Goldbarren im Wert von rund einer Million Euro. Obwohl die Zöllner die Männer aus Italien nach mitgeführten Barmitteln befragten, verheimlichten beide die wertvolle Fracht. Die Beamten leiteten daraufhin ein Bußgeldverfahren ein und erhoben insgesamt 63.000 Euro Sicherheit. Das Zollfahndungsamt Stuttgart wurde eingeschaltet und nahm Ermittlungen zu den Hintergründen auf. Der Fall wurde an die Strafsachenstelle des Hauptzollamts Ulm abgegeben.

Waffen und Zigaretten im Gepäck

Ein Reisender aus Frankreich hatte zahlreiche Waffen, wie Softairpistolen, Schlagringe, Springmesser und Elektroschocker dabei. Er stand außerdem unter Drogeneinfluss und musste das Fahrzeug stehen lassen. Die Waffen wurden sichergestellt, ein Strafverfahren eingeleitet.
Mithilfe der Röntgentechnik konnten die Zöllner 5000 Zigaretten aus Bosnien, versteckt in einem Reserverad, entdecken. 820 Euro Tabaksteuer und 725 Euro Strafsicherheit kassierten die Beamten noch vor Ort. Die Ermittlungen dazu laufen.

97 Hundewelpen aus Osteuropa

Besonders erschreckend war der Transport von 97 Hundewelpen und drei Katzen aus Osteuropa, den die Zöllner am 24. August 2020 stoppten. Ein Teil der Tiere wurde vom Veterinäramt versorgt und in die Obhut des Ulmer Tierheims gegeben. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz übernommen.
An den Sonderkontrollen waren Zöllnerinnen und Zöllner der Hauptzollämter Ulm, Stuttgart und Singen sowie Polizeibeamte des Verkehrskommissariats Mühlhausen beteiligt. An 26 Kontrolltagen waren insgesamt rund 270 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Ein Röntgenmobil sowie Spürhunde unterstützten die Fahnder bei Ihrer Arbeit.