Günzburg / swp  Uhr
Beim Volksfest in Günzburg haben vier junge Männer für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Vorausgegangen war ein Raub an einer 13-Jährigen.

Am Montagabend gegen 20.30 Uhr ging bei der Polizei in Günzburg von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienst die Mitteilung ein, dass eine männliche Person vom Sicherheitsdienst festgehalten werde und unter dem Verdacht stehe, eine 13-Jährige bestohlen zu haben. Das Mädchen war zusammen mit ihrer Schwester und der Oma auf dem Volksfest. Als die Oma ihrer Enkelin einen 20-Euro-Schein in die Hand drückte, riss ein 19-Jähriger, der die Übergabe offensichtlich beobachtet hatte, der 13-Jährigen den Geldschein mit Gewalt aus der Hand.

Anschließend rannte der 19-Jährige zu einem 17-Jährigen, der ganz offensichtlich ein Bekannter war, da dieser die Tat beglückwünschte. Anschließend machten sich die beiden aus dem Staub. Doch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienst konnten den Dieb im Bereich des Haupteingangs des Volksfest festhalten.

Aggressives Verhalten gegenüber der Polizei

Kurz darauf kam es zu mehreren Körperverletzungen gegenüber dem Sicherheitspersonal, an denen der 19-Jährige, der 17-Jährige und ein weiterer 21-Jähriger, beteiligt waren. Polizeibeamten gegenüber, die als erstes vor Ort waren, zeigten sich die jungen Männer äußerst aggressiv. Als die Polizei den 19-Jährigen festnehmen wollte, eskalierte die Situation. Die beiden Begleiter versuchten die Festnahme des 19-Jährigen mit Gewalt zu verhindern. Daraufhin mussten weitere Streifenbesatzungen angefordert werden.

Ein 18-Jähriger der während des Polizeieinsatz vorbei kam, zeigte den „Hitlergruß“ und beschimpfte die Beamten massiv. Bei weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 21-Jährige bereits mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Auch im weiteren Verlauf kam es zwischen dem 17-Jährigen, dem 19-Jährigen und dem 21-Jährigen zu wiederholten Versuchen, sich gegenseitig zu befreien. Die Polizeibeamten wurden aus dieser Gruppe heraus fortlaufend massiv beleidigt und bespuckt.

Tatverdächtige unter massiven Alkoholeinfluss

Der Polizei gelang es nur durch körperliche Gewalt, die jungen Männer in Gewahrsam zu nehmen. Auch im weiteren verlauf kam es auf der Dienstelle immer wieder zu Beleidigungen und Widerstand gegenüber den Beamten. Mindestens ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurde verletzt. Alle Tatverdächtige standen unter erheblichen Alkoholeinfluss.

Erneut in Gewahrsam genommen

Als der 17-jährige Jugendliche aus dem Gewahrsam entlassen werden und einer Verwandten übergeben werden sollte, wurde er erneut aggressiv, dass die Verwandte es ablehnte, den Jugendlichen in Obhut zu nehmen. Daher musste er erneut in Gewahrsam genommen werden. dabei leistete erneut massiven Widerstand.

Es wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachtes des Raubes, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Seitens der Polizei wurde bei der Stadt Günzburg sowie dem Veranstalter des Volksfestes angeregt, dass für die restliche Dauer des Volksfestes gegen die Tatverdächtigen ein Hausverbot erlassen wird.

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