Ein 28-jähriger Kletterer ist am Dienstag am Breitfels abgestürzt. Er hat den Unfall nicht überlebt – es ist das erste schwere Kletterunglück im Gebiet Blautal in diesem Jahr. Der junge Mann kommt aus Bayern, aus dem Landkreis Unterallgäu.

Begleiterin warnte den Kletterer noch

Wie Polizeisprecher Wolfgang Jürgens mitteilt, wollten der junge Mann und seine 32-jährige Bekannte gegen 10:30 Uhr am Breitfels bei Blaubeuren klettern. Der 28-Jährige habe sich zwar abgesichert, jedoch habe er das Seil nur auf halber Höhe des 25 Meter hohen Felsens eingehängt. Seine Begleiterin warnte ihn noch und bat ihn, nicht weiter zu klettern. Doch er habe die Warnungen ignoriert. Als er weiter hochstieg, stürzte er und prallte auf dem Boden auf. Er starb noch an der Unfallstelle.

Die Ermittlungen der Polizei zum Sturz des Kletterers dauern an

Die Kripo nahm die Ermittlungen auf, sie dauern  an. Nach jetzigem Stand könne man zwar niemandem einen Vorwurf machen, sagt Jürgens. Unterdessen arbeiten die Ermittler weiter an dem Fall, sie wollen sichergehen, dass sich diese Annahme erhärtet.

Die Polizei hat keine Erkenntnisse darüber, ob es sich bei dem 28-Jährigen um einen routinierten Kletterer handelte oder einen unerfahrenen. Auch nicht dazu, ob der Mann auf einer der schwierigeren Routen unterwegs war und wie die Witterungsverhältnisse zu diesem Zeitpunkt gewesen sind.

Der Breitfels in Blaubeuren

Direkt am nördlichen Stadtrand von Blaubeuren liegt der Breitfels.

Er bietet insgesamt 28 Routen, von denen die meisten in den Schwierigkeitsgraden drei bis acht liegen, eine bei neun. Der Fels gilt in Kletterkreisen als kinderfreundlich. Es gelten keine befristeten oder tageszeitlichen Sperrungen. Zusätzliches Sicherungsmaterial sollte man auch an diesen Fels mitbringen.

Mann stirbt nach Sturz in Balinger Kletterhalle

In Balingen hatte es im März ebenfalls einen tödlichen Kletterunfall gegeben: Ein Mann kam dort ums Leben, als er in der dortigen Kletterhalle abstürzte.

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