An der Haltestelle „Theater“ in Ulm war am Dienstagabend die Straßenbahnlinie gesperrt. Grund dafür war, dass sich gegen 18 Uhr über einem Straßenbahnwagen der Linie 1 in der Olgastraße der Stromabnehmer mit der Oberleitung verhakt hatte und in der Folge der Stromabnehmer abriss. Dies war bereits bei einer Testfahrt der Linie 2 Ende November auf dem Oberen Eselsberg passiert.

Das Malheur an der Oberleitung habe aber nichts mit einem Unfall zu tun, der kurz zuvor an derselben Stelle passiert war. Dort war nach Angaben der Ulmer Polizei ein 50-Jähriger in der Olgastraße unterwegs. Weil die Ampel bei der Neutorstraße rot zeigte, stoppte der Autofahrer. Als die Ampel auf grün wechselte, wendete er und prallte mit seinem VW gegen eine Straßenbahn, von der Neutorstraße in die Olgastraße abbog. Der 61-jährige Fahrer trug leichte Verletzungen davon. Sein Fahrzeug war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Die Polizei schätzt den Schaden auf ungefähr 35.000 Euro.

Die SWU waren mit zwei Einsatzwagen vor Ort, um den Schaden zu reparieren, das war jedoch auf die Schnelle offenbar nicht möglich. Augenzeugen berichteten von einem Knall und Funken während der Arbeiten. Die SWU bestätigten dies auf Anfrage: Es habe einen Kurzschluss gegeben. Wegen des Vorfalls musste das ganze Stromnetz für die Straßenbahn abgeschaltet werden, weshalb die Bahnen auf den Gleisen stehen blieben und nicht weiterfahren konnten.

Laut Polizeisprecher kam der der komplette Straßenbahnverkehr in Ulm zum Erliegen, ersatzweise wurden Busse eingesetzt.

Nach Angaben der Polizei läuft der Straßenbahnverkehr seit dem Morgen wieder normal

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